Résumé de l'épisode
Kritik an konkreten Handlungen ist legitim Wie jede Regierung, so muss sich die israelische Regierung Kritik gefallen lassen – von der Opposition im eigenen Land und ebenso vom Ausland. Auch die Bundesregierung kritisiert die israelische Politik immer wieder mal, trotz des, historisch bedingt, besonderen Verhältnisses zum jüdischen Staat. Der entscheidende Punkt ist: Diese Kritik bezieht sich auf konkrete Entscheidungen oder Handlungen der israelischen Regierung. Etwa auf den jüdischen Siedlungsbau in der Westbank, der auch aus deutscher Sicht völkerrechtswidrig ist. Oder wenn es Pläne gibt, die Unabhängigkeit der Justiz zu beschränken. Solche konkrete Kritik ist völlig legitim. Auch wenn sich Israel gegen Terror aus dem Gazastreifen mit massiven Gegenangriffen wehrt, ist es legitim, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen – egal, wie man sie dann für sich beantwortet. 3-D-Regel zur Überprüfung: Wann ist Israelkritik antisemitisch? Doch es gibt bestimmte Argumentationsmuster, bei denen Israelkritik…
Kritik an konkreten Handlungen ist legitim Wie jede Regierung, so muss sich die israelische Regierung Kritik gefallen lassen – von der Opposition im eigenen Land und ebenso vom Ausland. Auch die Bundesregierung kritisiert die israelische Politik immer wieder mal, trotz des, historisch bedingt, besonderen Verhältnisses zum jüdischen Staat. Der entscheidende Punkt ist: Diese Kritik bezieht sich auf konkrete Entscheidungen oder Handlungen der israelischen Regierung. Etwa auf den jüdischen Siedlungsbau in der Westbank, der auch aus deutscher Sicht völkerrechtswidrig ist. Oder wenn es Pläne gibt, die Unabhängigkeit der Justiz zu beschränken. Solche konkrete Kritik ist völlig legitim. Auch wenn sich Israel gegen Terror aus dem Gazastreifen mit massiven Gegenangriffen wehrt, ist es legitim, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen – egal, wie man sie dann für sich beantwortet. 3-D-Regel zur Überprüfung: Wann ist Israelkritik antisemitisch? Doch es gibt bestimmte Argumentationsmuster, bei denen Israelkritik…
Épisodes
Wann ist Israelkritik antisemitisch?
ÉcoutéKritik an konkreten Handlungen ist legitim Wie jede Regierung, so muss sich die israelische Regierung Kritik gefallen lassen – von der Opposition im eigenen Land und ebenso vom Ausland. Auch die Bundesregierung kritisiert die israelische Politik immer wieder mal, trotz des, historisch bedingt, besonderen Verhältnisses zum jüdischen Staat. Der entscheidende Punkt ist: Diese Kritik bezieht sich auf konkrete Entscheidungen oder Handlungen der israelischen Regierung. Etwa auf den jüdischen Siedlungsbau in der Westbank, der auch aus deutscher Sicht völkerrechtswidrig ist. Oder wenn es Pläne gibt, die Unabhängigkeit der Justiz zu beschränken. Solche konkrete Kritik ist völlig legitim. Auch wenn sich Israel gegen Terror aus dem Gazastreifen mit massiven Gegenangriffen wehrt, ist es legitim, die Frage nach der Verhältnismäßigkeit zu stellen – egal, wie man sie dann für sich beantwortet. 3-D-Regel zur Überprüfung: Wann ist Israelkritik antisemitisch? Doch es gibt bestimmte Argumentationsmuster, bei denen Israelkritik…
Warum zeigt uns der Mond immer dieselbe Seite?
ÉcoutéDer Mond dreht sich zwar um die eigene Achse, doch er braucht für eine Drehung um die eigene Achse genauso lang wie für eine Umdrehung der Erde, nämlich 27 Tage und 7 Stunden. Deswegen sehen wir immer dieselbe Seite von ihm. Das kann man sich leicht klar machen, wenn man sich um einen Tisch herumbewegt und dabei immer die Augen auf den Tisch richtet – dann muss man sich zwangsläufig bei der Umkreisung des Tisches einmal um die eigene Achse drehen. Bei der Erde sind die Rhythmen sehr unterschiedlich: Für eine Eigenumdrehung braucht sie einen Tag, für eine Umkreisung der Sonne ein Jahr. Beim Mond sind die Rhythmen synchronisiert: Ein "Mond-Jahr" dauert praktisch einen "Mond-Tag" – und beides dauert, in "irdischen" Maßstäben, einen knappen Monat. Ist es Zufall, dass beides gleichlang dauert? Nein. Früher – vor vielen Jahrmillionen – hat sich der Mond schneller gedreht. Aber dann haben die Gezeitenkräfte die Eigendrehung immer mehr gebremst. Auf der Erde entstehen die Gezeiten – Ebbe und Flut – durch die…
Was wächst auf lehmhaltigem Boden?
ÉcoutéIch habe leider keine persönliche Erfahrung mit Gräsern auf lehmhaltigem Boden, deswegen tue ich mich schwer, einzelne Arten zu empfehlen. Im Zweifel sage ich immer: einfach ausprobieren. Erst einmal nur ein Gras pflanzen und schauen, wie es sich entwickelt. Meiner Erfahrung nach funktionieren viele heimische Pflanzen auch auf lehmigem Boden, auch wenn man es zunächst nicht unbedingt erwartet. Oft klappt das aber erstaunlich gut. Geeignete Stauden für lehmigen Boden Grundsätzlich gibt es einige Stauden, die man auf lehmigem Boden gut ausprobieren kann. Zum Beispiel: Storchschnabel-Arten: Sie sind recht anspruchslos und breiten sich gut aus. Waldmeister: Den kann man probieren, wenn der Standort eher etwas schattiger ist. Generell sage ich: Keine zu große Angst vor lehmigem Boden haben, sondern einfach ausprobieren. Oft funktionieren dort auch Arten, bei denen man es zunächst gar nicht vermuten würde.
Jemandem nicht das Wasser reichen können – woher kommt das?
ÉcoutéIm Mittelalter aß man mit den Fingern Der Ausdruck kommt aus dem Mittelalter. Damals hat man bekanntlich noch mit den Fingern gegessen. Das Essbesteck, wie wir es heute kennen, hat sich erst allmählich ab dem 17. Jahrhundert durchgesetzt. Im Mittelalter haben auch die besseren Stände mit den Fingern gespeist. Weil diese dabei aber fettig und schmutzig werden, wurden zum Essen auch Wasserschalen gereicht, in denen man die Finger zumindest vom Gröbsten reinigen konnte. Nach dem Essen Wasserschale für die fettigen Finger reichen Der Adel beauftragte mit dieser Reichung des Wassers wiederum seine Tischdiener. Das Reichen einer Wasserschale ist nun einerseits keine besondere anspruchsvolle Tätigkeit. Aber sie verlangt natürlich, dass derjenige an der Tischgesellschaft einigermaßen vorzeigbar ist. Wem man nicht einmal zutraute, seinem Herrn das Wasser zu reichen, war generell zu nicht viel zu gebrauchen. Diese Herkunft ist insofern interessant, weil der Ausdruck "jemandem das Wasser reichen können" heute ja meist…
Kocht Wasser in den Bergen schneller?
ÉcoutéSiedepunkt des Wassers ist in den Bergen niedriger Ja. Wenn Sie auf einer Berghütte Urlaub machen und dort das Wasser für ihre Spaghetti aufsetzen, dann fängt das Wasser schneller an zu kochen, als wenn Sie das in einer Strandwohnung tun – zumindest, wenn sonst gleiche Bedingungen herrschen, also die Umgebung gleich warm ist, das Wasser dieselbe Anfangstemperatur hat und die Herdplatten gleich heiß sind. Der Grund: Der Siedepunkt ist in den Bergen niedriger. Wir haben zwar gelernt: Wasser siedet bei 100°C – doch das gilt nur bei Normaldruck auf Meereshöhe. Die Gesetze der Physik sagen aber: Je niedriger der Außendruck, desto niedriger auch die Siedetemperatur. Und da gilt die Faustregel: Pro 300 Meter Höhe sinkt der Siedepunkt um ein Grad. Auf 1.000 Metern Höhe macht das schon etwas mehr als 3 Grad aus, auf 2.000 Metern Höhe fast 7 Grad. Das Wasser kocht dann schon bei 93°C und nicht erst bei 100°C. Wenn das Wasser schneller kocht, sind die Spaghetti dann früher fertig? Im Gegenteil. Denn die Garzeit hängt…