00:01
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht.
00:05
Die Night Lounge. Mit Daniel. Auf BGFM.
00:08
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
00:17
Guten Abend Deutschland, mein Name ist Daniel Kaiser. Willkommen zur Night Lounge heute am Donnerstag, den 23. Juli 2026. Kurz nach zwölf haben wir es. Wir starten wieder durch und ich freue mich heute auf ein Thema, das wir schon etwas länger hier auf der Liste haben. Heute geht es nämlich um die Frage...
00:36
Pech! Und ich würde ganz gerne wissen, wer von euch hat das Gefühl, vom Pech verfolgt zu sein? Das möchte ich ganz gerne heute mal herausfinden. Warum läuft aktuell gefühlt, oder vielleicht auch tatsächlich, alles schief? Erzählt mir eure ehrlichen Geschichten von den kleinen Katastrophen, von den großen Rückschlägen vielleicht und auch der Frage, naja...
01:03
Es gibt sowas wie Pech eigentlich wirklich? Oder ist es am Ende dann doch auf die eigenen falschen Entscheidungen zurückzuführen? Darüber möchte ich heute ganz gerne mit euch reden. Ruft mich an kostenlos vom Handy vom Festnetz. Gerne auch mitmachen. Online-Thema ist gepostet auf Instagram und auf Facebook unter Night Lounge. Und natürlich auch in unserem WhatsApp-Kanal. Den findet ihr ebenfalls über Instagram und Facebook. Klickt euch einfach rein unter Night Lounge. Die Nummer zu mir ins Studio.
01:31
So, und ich bin mal gespannt, was wir heute so zu hören bekommen. Ich erinnere mich an die letzte Folge. Naja, so hundertprozentig nicht, aber ich weiß auf jeden Fall, dass da sehr viele Geschichten gekommen sind zum Thema Ich werde vom Pech verfolgt. Ist schon wieder ein paar Jährchen her. Ich glaube, wir kennen das aber alle. Manchmal ist es ja auch nur so eine temporäre Phase, die dann irgendwann auch wieder von alleine vergeht. Aber vielleicht braucht man manchmal auch einen guten Freund, eine gute Freundin, die einem zur Seite steht und sagt, komm, Kopf hoch. Krone richten und weiter geht's. Wir gehen erst mal in die erste Leitung, bevor es weitergeht. Und zwar mit Mario aus Cornwestheim.
02:02
Hallo Mario, grüß dich.
02:04
Hallo Daniel, das ging schnell, war aber ganz kurz.
02:07
Das geht's. Es gab nicht so viele vor dir. Schön, dass du da bist. Ja, wunderbar. Die Show fängt an. Ja, moin. Pech ist das Thema heute. Vom Pech verfolgt. Fühlst du dich vom Pech verfolgt?
02:22
Ja, so auf lange Strecke gesehen schon, ja. Muss ich ganz ehrlich gestehen. Das Ganze hat angefangen, also ich irgendwie, sag ich mal so, 2010 oder 2011, ich weiß gar nicht mehr, meinen Job fahren oder? Und ja, und irgendwie, ich hab zwar immer mal wieder längere gute Phasen, aber irgendwie...
02:48
Ja, irgendwie kam er dann mit meiner Speisehörer dazu und vorher hab ich noch nen Burnout gehabt mit mittelsschwerer Depression. Und dann ging's mal wieder ein paar Jahre, jetzt hab ich jetzt ein paar Jahre mit einer Speisehörer und das ist echt, ähm... Ja, meine Freunde sagen schon, ich hab überall hier geschrieben.
03:06
Du hast was geschrien?
03:08
Ich habe über hier geschrien. Also, weißt du, jedes Mal, wenn es irgendwas verteilen ging, habe ich mal den Ficker gehoben und gesagt, hier.
03:17
Ah, hier geschrien. Okay, verstehe, verstehe.
03:19
Ja, hier geschrien, ja. Ja, genau. Ja, und irgendwie, keine Ahnung, ich weiß nicht, was ich machen soll, weil die Ärzte wissen so langsam auch nicht mehr, was ich machen soll. Aktuell ist es gerade so mit meiner Speise so, dass ich...
03:33
Heute wieder im Krankenhaus war, weil ich extreme Halsschmerzen habe und Schluckbeschwerden. Also auch anders wie sonst. Und jetzt habe ich aktuell im Plan, dass ich ins Krankenhaus gehen möchte, um eine Magenspiegelung zu machen, dass man einfach mal eine Speisehörer überprüft. Und da ich ja schon eine Vorstufe vom Krebs habe, was die Speisehörer betrifft, ich kenne noch keinen Krebs oder so, habe ich da ein bisschen Bammel vorher, dass die zu mir sagen, okay, sie haben es geschafft.
04:13
Hast du manchmal so diesen Gedanken, oder ich glaube, den hat vielleicht jeder mal, ich weiß nicht, warum schon wieder ich? Kennst du das? Wenn irgendwie schon wieder was schief läuft, schon wieder klappt es irgendwie nicht. Was machst du, wenn das aufkommt? Aber was machst du, wenn das aufkommt?
04:34
dann motiviere ich mich selber, weil ich sage dann zu mir selber, du hast so viel geschafft, diesen Scheiß schaffen wir jetzt auch noch. Aber diese Speisehörer-Geschichte, sage ich dir ganz ehrlich, also ich wurde mal, in der Ärztin hat man zu mir gesagt, sie sitzen ja schon ihr Leben lang im Rotschl, oh Gott, oh Gott. Also da hatte ich das mit der Speisehörer schon und dann habe ich sie gesagt, wissen Sie, wenn mir jetzt jemand kommen würde und sagen würde, wissen Sie was, sie bekommen wieder ihre normale Speisehörer zurück, also voll funktionsfähig, Dafür müssen sie im nächsten Leben noch mal im Rollstuhl sitzen, würde ich sofort unterschreiben.
05:09
Ja, okay, verstehe.
05:10
Aber sofort. Weil das macht sich echt psychisch komplett kaputt. Ich bin ja ganz ehrlich, wo das ganz am Anfang, wo das war, wo ich noch nicht operiert wurde, wo mir auch kein Arzt sagen konnte, was los ist, war ja hier täglich der Rettungsdienst. Und teilweise bin ich echt in Tränen ausgebrochen, bin die reingekommen und gefragt haben, was los ist.
05:33
nicht mehr. Ich weiß nicht. Ich brauche einen Fahrplan. Oder ich brauche einen Gegner. Und wenn ich nicht weiß, gegen was ich kämpfen soll oder wie ich da wieder rauskomme, dann macht mich das wahnsinnig.
05:47
Warum Gegner? Das ist ja dein eigener Körper. Und den eigenen Körper als Gegner zu bezeichnen, finde ich nicht gut.
05:54
Nee, nicht mein Körper, sondern das Problem, was mein Körper hat.
05:57
Ja. Bezeichne ich als Gegner.
06:01
Nicht mein Körper, mein Körper und ich, wir sind Freunde.
06:03
Ja, wirklich?
06:04
Okay, gut. Ja, sonst würde ich mich ja selber bekämpfen.
06:08
Ja, eben, darauf wollte ich ja gerade hinaus, weil das passiert sehr leicht, dass man genau diesen schmalen Grat nicht sieht und dann sich selbst als Feind irgendwie betrachtet. Ich bin immer der Meinung, man muss versuchen, sich selbst als besten Freund zu betrachten.
06:24
Wir hatten schon bessere Zeiten, aber wir kämpfen uns durch.
06:29
Gut, die Ärzte sind ratlos. Sie wissen auch nicht, was mit dieser Speiseröhre jetzt los ist, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Gibt es vergleichbare? Du bist ja nicht der Einzige auf der Welt. Wie viele Menschen haben, leiden unter ähnlichen Symptomen und was war bei denen der Auslöser?
06:46
Die Ärzte, mit denen ich gesprochen habe, ich habe mit...
06:50
Ich war insgesamt mit vier Krankenhäusern in Kontakt.
06:53
Ich habe mit unzähligen Ärzten gesprochen, auch mit meinen behandelnden Ärzten, die mich schon vorher kannten und so. Und ich bekomme jedes Mal eine andere Aussage. Und woher das jetzt genau kommt, eine Ursache gibt es nicht. Ich habe nur Glück, dass ich das, also Glück im Unglück, dass ich das zu dem Zeitpunkt bekommen habe, wo ich es bekommen habe. Weil hätte ich es zwei Jahre vorher bekommen, hätte Also wirklich komplett vom Hals bis zum Bauch.
07:28
Aber jetzt machen sie das irgendwie durch die Speisehörer durch, durch den Mund. Und dieses Verfahren gibt es eben erst seit, also ich habe die Diagnose 23 bekommen und erst zwei Jahre vorher wurde das Verfahren entwickelt. Oder marktreif gemacht oder wie auch immer.
07:48
Genau, und ich war mit Spezialisten in Kontakt. Ich habe mit Unikliniken Kontakt aufgenommen, alles Mögliche. Und es gibt wohl noch eine Möglichkeit, dass ich eine mechanische Speiseröhre bekomme.
08:02
Wie sieht das aus?
08:03
Wie kann man sich das vorstellen? Das ist so, du bekommst praktisch eine... Also ich kann es dir nicht ganz genau erklären. Mir wurde es nochmal so erklärt, es ist irgendwie so ein Schlauch. den du praktisch als Speicherröhre bekommst. Und dann werden da praktisch irgendwie so, wie soll ich sagen, so Drähte eingebaut. Und ich kann dann praktisch über eine Fernbedienung diesen Drähten irgendwie den Buffet geben zum Schlucken.
08:36
Also dass das Ganze mechanisch funktioniert. Aber ich weiß nicht, ob ich so wie Terminator rumrennen will.
08:43
Wenn sich dadurch deine Lebensqualität verbessert, klar. Aber natürlich will man erstmal den natürlichen Weg gehen und gucken, ob man da irgendwas machen kann, bevor man solche Mittel einsetzt. Ich wünsche dir dabei viel Glück natürlich, dass du da die richtigen Ärzte, die richtige Therapie oder die richtigen OPs anbieten kannst.
09:03
Ich würde ganz gerne heute eine Frage an alle stellen, die heute bei mir durchkommen in der Sendung. Ich habe auch die Frage schon online gestellt. Die ist ein bisschen tricky, aber ich weiß ja, ich gebe immer nur A oder B und nichts dazwischen. Deswegen auch an dich die Frage. Was ist häufiger? Pech oder schlechte Entscheidungen?
09:26
Ich glaube schlechte Entscheidungen.
09:29
Soll ich es begründen? Gerne.
09:34
Weil ich glaube, dass wenn du die richtigen Entscheidungen triffst, dass du dann einfach glücklicher bist. Das ist die richtige Entscheidung. Das weißt du erst, wenn du weißt, dass es die falsche Entscheidung war.
09:53
Und das Problem ist halt, auch wenn Leute schlechte Entscheidungen treffen und das irgendwann feststellen, verharren viele dann trotzdem in dem Moment oder in dieser Entscheidung, weil sie einfach denken, ich bin jetzt schon so weit gekommen. Und was denken dann die anderen über mich, wenn ich jetzt einfach aufgebe? Verstehst du, was ich meine? Ja, verstehe, was du meinst. Wunderbar.
10:19
Vielen Dank, den schönen Abend und bis bald. Mach's gut. Bis zum nächsten Mal. So, ihr könnt auch anrufen. Vom Handy, vom Festnetz, die Nummer zu mir ins Studio.
10:28
Thema heute Abend, ich werde vom Pech verfolgt. Wenn diese Aussage auf euch zutrifft, dann ruft an. Egal, ob es aktuell ist oder vielleicht mal in der Vergangenheit war. Vielleicht sagt ihr, ja, das hatte mal so eine Phase, da hatte ich wirklich das Gefühl, ich werde vom Pech verfolgt. Ruft mich an vom Handy, vom Festnetz und erzählt mal, was da damals so vorgefallen ist oder was auch aktuell passiert. Heinz aus Stuttgart ist bei uns. Heinz, grüß dich.
10:51
Ja, hallo Daniel, Heinz hier. Dankeschön, dass ich drankomme. Ja, ob ich mich jetzt vom Pech verfolgt fühle, deswegen habe ich mich auch schon manchmal gefragt. Also ich fühle mich nicht unbedingt direkt oder oft vom Pech verfolgt. Manchmal, ja. Manchmal.
11:12
Okay. Das heißt, alle Phasen, wo du mal Pech hattest, das sind für dich die manchmal Phasen, oder wie? Ja. Aber die gehören doch zum Leben dazu, oder?
11:22
Eben. Sie gehören dazu. Das muss man innerhalb von unserem Lebensgestell, wie ich immer sage, sehen.
11:32
Wenn ich den Bus verpasst habe, ist das Pech oder eine schlechte Entscheidung?
11:39
Das ist Pech?
11:43
Das ist kein Pech.
11:45
Was ist denn jetzt? Pech oder schlechte Entscheidung? Was ist es?
11:50
Schlechte Entscheidung. Schlechte Entscheidung ist es. Eben früher von daheim fahrt gehen sollen oder früher an der Hallestelle.
12:08
Wenn mein Arbeitgeber mich kündigt, ist das Pech oder schlechte Entscheidung?
12:12
Schlechte Entscheidung.
12:15
Warum?
12:17
Erzähl, künde.
12:19
Weil er einen guten Mitarbeiter kündigt.
12:25
Die Frage ist ja an dir. Ist es dann einfach so, dass du selber sagst, das ist mein Pech oder ich habe eine schlechte Entscheidung getroffen und deswegen habe ich meinen Job verloren?
12:38
Es geht um die Frage der Verantwortung quasi.
12:43
Ja, ja.
12:44
Schiebe ich es auf Pech, kann ich Verantwortung ein Stück weit abgeben.
12:47
Ja, ja. Dann sage ich Ihnen, ich habe Pech erlebt. Was meinst du? Dann würde ich sagen, ich habe Pech erlebt. Ich habe Pech erlebt.
12:57
Ja.
12:59
Je nachdem, wie... Ich würde sagen, es gibt da mit Sicherheit Fälle, in denen das zutrifft. Aber vielleicht, wenn man sich das genauer anschaut, stellt man fest, okay, gut, ich war im letzten Jahr sechsmal krank gewesen. Und dann immer für zwei Wochen. Und irgendwie war es absehbar, dass ich vielleicht... Kann sein, sollte im besten Fall nicht sein. Ist auch ein blödes Beispiel mit dem Kranksein, weil wenn man krank ist, ist man nun mal krank. Natürlich. Aber es gibt ja, wie du weißt, auch so ein paar Kandidaten, die das ganz gerne einfach mal machen, um ihre Urlaubstage zu verlängern.
13:36
Das gibt es auch. Aber wir wollen ja niemandem was unterstellen. Also du hast ab und zu diese Pechphasen. Wie gehst du mit diesen Pechphasen um, Heinz, wenn du sie hast? Also denkst du dir in dem Moment, ja gut, habe ich halt Pech gehabt und so weiter? Oder vermisst dir das so richtig den Tag?
13:54
Nein, nein. Ich meine, ich werde nachdenklich, aber ich lasse mir das nicht anmerken. Und ich erzähle auch nicht an andere hin. Oh Gott, da habe ich das wieder gehabt. Das ist Pech, gell. Dann habe ich einen Geldbeutel verloren und was weiß ich alles, gell. Das ist natürlich schon Pech, ne.
14:14
Aber ich gehe damit um, ich muss es halt, dann tue es halt verarbeiten, gedanklich verarbeiten, wenn was nicht so läuft, wie es laufen sollte, also besser, mit dem glücklichen Ausgang. Also grundsätzlich, aber wie gesagt, ich rede auch nicht groß drüber. Ich versuche eben, sagen wir mal, auch das Beste draus zu machen.
14:38
Also die Hauptsache auch das Beste draus zu machen.
14:42
Ja, das sollte man ja immer irgendwie. Eben das Beste aus der Sache machen, dass es halt nicht so ist. Ich hatte mal eine Jugend, ich war ja im Fußball und hatte mal ein Spiel, das war eine B-Jugend, da habe ich acht Tore reingekriegt. Das war so geil. Ja, ja, das war ich.
15:07
Aber ich bin kein Pechvogel deswegen. Dann kommt die Abwehrspiele zu einer oder zwei zu mir. Ja, du, Gil, du musst auch besser halten. Und so einmal hast du ja einen Ball fallen lassen. Ja, habe ich gesagt, gut, drei Tore gehen vielleicht auf meine Rechnung. Aber sonst, die Gegenspieler, die können sich hier durchspielen, wie sie wollen. Und hier steht David die Salzsäulen. Und da habe ich noch gesagt, da war für mich der Fischer Butz, da habe ich gesagt, hört mal, ich bin Torwart.
15:41
Aber ich bin nicht Torwart, Stopper und Außenverteidiger im einen. So weit bin ich noch nicht.
15:51
So kann man halt dann auch reagieren, wenn man so einen Pech hat, schlappe Abverspieler zu haben.
16:01
Wenn du dir mal Pechsituationen genau anschaust aus deinem eigenen Leben, jetzt muss das nicht aus der Kindheit sein, sondern einfach mal die Pechsituation der letzten ein, zwei Jahre. Hat ja jeder mal irgendwie so. Würdest du behaupten, Ja, ich kann theoretisch sagen, das wäre vermeidbar gewesen, dieses Pech. Oder sagst du, nee, da hatte ich wirklich gar keinen Einfluss drauf.
16:29
Ich hatte aber die letzten ein, halber Jahre gar keine Pecherlebnisse.
16:35
Ich dachte jetzt, diese kleinen Alltagspechsachen so...
16:39
Also, Alltagspech ist dann wieder so. Ich spiele ab und zu mal auch Lotto-Totter. Also, das soll ich mal sagen. Ich habe darüber gesprochen in der Botschaft. Er hat gesagt, komisch, beim Lotto habe ich nicht gehört.
16:59
Jetzt hören wir dich leider nicht, Heinz. Irgendwas machst du da mit deinem Telefon?
17:03
Hoppla, Moment. Ja, geht's? Weiß ich nicht.
17:12
Moment.
17:16
Moment. Ich habe immer das Gefühl, du ziehst es über deine Bettdecke drüber. So klingt es jedenfalls.
17:21
Nein, nein. So klingt das. Ich kann es mal simulieren. Guck mal. So, wenn ich mein Mikro hier über das T-Shirt drüber ziehe, so klingt das dann bei dir, wenn du das machst. Nach so einer dicken Daunenjacke klingt das bei dir eher.
17:42
Ach, du lieber Gott, du husst mich. Ich habe eine Sporthose und ein T-Shirt an. Naja, alles halb so wild. Aber jetzt wollte ich sagen, Lotto. Ich spiele ja gar kein Lotto mehr, weil ich Ihnen viel... auch in den letzten ein, zwei Jahren nicht oder ein Jahr davor, im Lotto habe ich noch niemals, noch nicht mal eine Zahl richtig gehabt. Ich spiele zwar nicht so oft, ich habe es dann immer einmal im Monat gespielt mit zwei, drei Kästchen.
18:14
Aber irgendwo müsste ja mal wegen dieser einen Zahl richtig gewesen sein. Nein, die ganzen letzten Jahre, beim Lotto gar nichts.
18:23
Nicht mal eine Zahl. Ich weiß auch nicht. Also irgendwie fühle mich da ein bisschen von Pech verfolgt. Aber dafür im Gegensatz zu was anderes. Im Fußball-Toto, da liege ich sowieso im Plus, gewinnmäßig im Plus.
18:45
Über die ganzen Jahre gerechnet, weil ich habe immer wieder mal zehn Richtige. Letzte Saison habe ich einmal zehn, einmal elf Richtige gehabt. Und dann kommt noch dieses Spiel 77 oder die Super 6 dazu, das Spiel auch ab und zu. Da gewinne ich auch hier und da. Also beim Fußball, das hat überhaupt über die vielen Jahre gerechnet, habe ich immer Glück gehabt.
19:07
Oft.
19:11
Machst du das so, dass du manchmal so ein bisschen auch dein Glück herausforderst? Oder würdest du sagen, nein, ich bin jetzt keiner, der das Glück herausfordert?
19:20
Nein, ich fordere das Glück nicht heraus, nein.
19:23
Ich finde, Lottospielen geht so ein bisschen in die Richtung. Oder würdest du sagen, Lottospielen ist nichts mit Glück herausfordern?
19:28
Doch, doch schon. Aber ich spiele ja kein Lotto mehr. Schon eine ganze Weile nicht mehr. Weil ich da nichts gewinne. Ach so. Ja klar, man läuft ja am Glück hinterher. Die Lotto-Gesellschaft kommt ja nicht von mir zu und sagt Hurra, da bist du ja. Ich laufe ja denen hinterher in die Spielannahmestelle. Ich sage, was das Glück betrifft, ich lasse das Glück immer auf mich zukommen und immer Augen auf.
20:04
Vielleicht...
20:05
hat man mal irgendwo mit irgendwas Glück. Aber man kann ja auch dem Pech hinterherlaufen. Ich kenne zwei Leute in meiner Umgebung. Also die die sind manchmal so miese, Petrigen, komisch, die haben aber, wenn man die trifft, alle naselang andere Probleme und Krankheiten. Also, da kann man manchmal gar nicht, man kann manchmal nur den Kopf schütteln.
20:37
Naja gut, aber was können die denn für ihre Krankheiten, Peter? Äh, Heinz meine ich, sorry.
20:42
Was können die denn für ihre Krankheiten?
20:46
Ich fürchte, die haben die gar nicht. Die tun das Überwerten. Und schimpfen und meckern immer mit sich selber und haben auch im Schicksal. Obwohl es denen wirtschaftlich gut geht.
20:59
Naja, aber wirtschaftlich gut gehen heißt ja nicht, dass du immer zufrieden und glücklich bist. Es gibt ja Menschen, die haben zwar ein volles Konto und sind trotzdem todunglücklich mit ihrem Leben.
21:09
Ja, ja, ja. Das Wort Pech hängt ja auch zusammen mit den Begriffen, auch mit Unglück, gell. Und auch mit den Begriffen Missgeschick, gell. Zum Beispiel, es rutscht einem, sagen wir mal, die teure Vase aus der Hand, gell.
21:38
Das ist natürlich schon sowas wie Pech, gell?
21:48
Ja. Ich will jetzt mal einen Punkt setzen, weil ich finde, du hast da jetzt ein paar Punkte genannt, die möchte ich ganz gerne mal mitnehmen und den anderen sagen. Danke dir erstmal für den Anruf.
21:56
Wir wünschen einen schönen Abend und bis bald. Wir hören uns.
21:59
Ja, gell.
22:01
Tschüss. So, ihr könnt auch anrufen vom Handy vom Festnetz, die Nummer zu mir ins Studio. Heute zum Thema Ich werde vom Pech verfolgt.
22:11
So, wen haben wir in der nächsten Leitung? Da ist wer dran mit der 65. Hallo, wer da woher? Hallo Daniel, hier ist der Sandro. Sandro, kommt mir bekannt vor. Haben wir schon mal die Ehre gehabt?
22:22
Ja, wir haben. Ich bin die Person, die blind ist.
22:27
Blind? Vielleicht blind, genau. Ich hatte dir erzählt, was Alkohol mit mir anstellt.
22:33
Ja, ich glaube, es ist noch gar nicht so lange her, aber dieses Jahr, glaube ich.
22:37
Ja, das war dieses Jahr. Vor ein paar Wochen glaube ich noch.
22:41
Sandro, welche Ecke war das nochmal bei dir? Du bist aus?
22:44
In Koblenz. In Koblenz, wunderbar. Sandro, ich würde gerne mal die letzte Aussage von Heinz, weil das ist natürlich jetzt für mich eine super Steilvorlage. Der hat nämlich gerade gesagt, man kann auch dem Pech hinterherlaufen. Würdest du sagen, das trifft auch auf gewisse Phasen in meinem Leben zu, ja, da muss ich mir eingestehen, da bin ich dem Pech hinterhergelaufen? Oder sagst du... Nee, wer ist denn so blöd und läuft dem Pech hinterher?
23:09
Ja, die zweite Aussage würde ich unterschreiben.
23:12
Gut, aber hältst du es für möglich, dass man wirklich dem Pech hinterherläuft? Ich weiß, bei mir ist es noch nicht passiert. Ich hoffe, das passiert auch nicht.
23:23
ich würde jetzt sagen, das, was der Heinz sagt, ist gar nicht mal so unrecht, weil viele sind sich, glaube ich, dessen gar nicht bewusst, dass sie gerade dem Pech hinterherlaufen. Nehmen wir mal das Beispiel Beziehung. Du bist hintergangen worden zum Beispiel. Gibt es eine zweite Chance? Wirst schon wieder hintergangen? Gibt es eine dritte Chance? Vierte Chance? Fünfte Chance? Man kann ja schon sagen, du läufst gerade dem Pech hinterher.
23:48
Ja, da tusche ich.
23:50
Deckpunkt geht an dich.
23:53
Du würdest dir das niemals eingestehen, dass du dem Pech hinterherläufst, weil du natürlich sagst, nein, das ist Hoffnung, das ist Glaube, das ist der Wunsch, dass es besser wird.
24:02
Ja, ich rede. Da gebe ich dir recht.
24:08
War jetzt nur ein Beispiel.
24:10
Jetzt hast du mich Schachmatt gesetzt.
24:13
Das ist nicht meine Aufgabe, jemanden Schachmatt zu setzen, sondern Denkanstöße zu geben und zu überlegen, jetzt könntest du auch ein Gegenargument liefern, ich bin offen für alles.
24:22
Also, ich hatte eine Beziehung, ja. Die war sehr toxisch und ich habe ihr halt keine Chance gegeben gehabt tatsächlich. Und da bin ich auch, da bin ich auch ehrlich zu mir selbst, da bin ich auch dem Weg hinterhergelaufen, weißt du?
24:35
Ein zweites Beispiel geht in eine ähnliche Richtung. Ich gebe meinem Kumpel 5 Euro, kriege den nicht zurück. Beim nächsten Mal wähle er wieder 5 Euro, kriege ich ja nicht zurück. Ich leih ihm jedes Mal Geld.
24:46
Das sind immer nur Mini-Beträge und so weiter. Ja, das ist richtig. Aber es ist doch total blöd, sich darüber aufzuregen, dass man das nicht zurückbekommt und trotzdem immer wieder das Gleiche zu tun, nämlich ihm das Geld zu geben.
25:05
Sandro, was sagst du?
25:08
Daniel, warte ganz kurz.
25:09
Ja, was musst du machen?
25:12
Ich muss ganz kurz was klären. Warte, ganz kurz. Gib mir eine Minute.
25:15
Eine Minute? Okay. Dann bleibt dran. Ihr könnt anrufen in der Zwischenzeit vor dem Handy vom Festnetz, die Nummer zu mir ins Studio. Eine Leitung ist aktuell noch frei und ich freue mich, wenn ihr da ans Telefon greift und mir heute die Frage beantwortet. Was macht man, wenn man vom Pech verfolgt wird? Seid ihr selbst schon mal vom Pech verfolgt worden? Wie seid ihr damit umgegangen? Also ich bin... ja, auf die kleinen, es muss jetzt nicht das große Ganze sein, es können auch die kleinen Katastrophen sein. Und ihr sagt irgendwie, Mensch, das ist bei mir, sobald morgens der Tag mit einer Sache anfängt, die irgendwie nicht so läuft, wie sie eigentlich laufen sollte, zieht sich das durch den ganzen Tag bei mir.
25:52
Ich ziehe das dann quasi magisch an. So, mal gucken, ob diese Minute jetzt rum ist, Sandro. Bist du wieder da?
25:59
Ja, die Minute ist vorbei. Gut. Also, das mit dem Kumpel, mit den 5 Euro, das habe ich verstanden. Also, das ist richtig.
26:08
Und das habe ich auch schon mal gemacht, einem Kumpel 5 Euro geliehen und dann bin ich halt die ganze Zeit hergelaufen und wieder gemacht, obwohl das dumm war. Ja. Ja, und das ist ein gutes Beispiel, was du genannt hast. Ich habe letztens einem Kollegen 10 Euro geliehen, dann kam er wieder zu mir, ey, kannst du mir 50 Euro leihen? Habe ich gesagt, okay, ey, wenn das für Essen und so ist, ist kein Problem, dann gibst du einfach 60 wieder.
26:34
Und bis heute habe ich nichts wiederbekommen.
26:37
Also wir haben das jetzt gerade nur gemacht, um Heinz seine Aussage mal unter die Lupe zu nehmen. Und Sandro kommt zum Entschluss. Die Aussage, man kann dem Pech hinterherlaufen, stimmt oder stimmt nicht?
26:50
Sie stimmt. Okay, gut. Heinz, Punkt an dich, Heinz. Und jetzt die Frage natürlich, welchen Einfluss hat Pech in deinem Leben?
27:03
Also tatsächlich, Dienstag zum Beispiel, da hatte ich einen Pechtag. Ich bin ja in einer Werkstatt tätig, in einer Behindertenwerkstatt. Also für beeinträchtigte Menschen. Und dann bin ich Dienstag zwei Minuten zu spät gekommen und war der Bus nicht da. Ja, und dann war der Tag gelaufen. Weil du den Bus verpasst hast und somit ich da hinkommen konntest. Wollte ich nicht.
27:31
Ja, richtig. Und dann kriege ich wieder, weil ich habe ja jetzt schon drei Fehltage gehabt und ich bin ja noch bei der Arbeitsagentur und die haben mir jetzt den Lohn abgezogen. So, und die ist noch einen Fehltag dazu gekommen. Das heißt, ich werde nochmal den Lohn abgezogen.
27:45
Was?
27:45
Was machen die?
27:48
Das finde ich schon hart irgendwie. Das finde ich echt nicht in Ordnung. Darf ich fragen, was deine Aufgaben sind da in der Werkstatt? Was genau machst du?
28:01
Also es ist unterschiedlich, was zu tun ist. Also zum Beispiel, ich bin jetzt aktuell, mache ich da ein Praktikum in der Montagegruppe, ich weiß es nicht genau. Und da ist je nachdem, was da, zum Beispiel so heute, habe ich ungefähr 300 Panzerschläuche verpackt.
28:27
Und krieg aber dafür, dass ich da acht Stunden bin, nur 133 Euro.
28:30
Was sind Panzerschläuche?
28:36
Panzerschläuche sind so, das sind so große schlauchartige Metallschläuche. Und die packst du dann in die Tüten rein, machst sie zu und dann legst du die in die Kiste.
28:49
Ich muss gerade mal gucken, was ein Panzerschlauch ist.
28:52
Ah, ja. Das sind doch die, die man so kennt aus Sanitäranlagen und Küche und unten so unter der Spüle, oder?
28:59
Genau, genau die.
29:01
Hat nichts mit dem Panzer zu tun. Genau die, ja. Sondern die ganz normalen.
29:08
Der Panzer wäre schon weitergefahren.
29:11
Der wäre schon weitergefahren. Sandro, was mich interessieren würde ist, du hast jetzt das dritte Mal oder so und dann bestrafen sie dich irgendwie. Ist das überhaupt das, was dich erfüllt, was du da machen willst? Weil ich habe den Eindruck so, weiß ich nicht, vielleicht bist du für was anderes bestimmt. Ja.
29:38
Nein. Ehrlich gesagt nicht.
29:41
Warum nicht? Weil, guck mal, das Ding ist, ich sitze da von 8 Uhr morgens bis 15.45 Uhr und kriege dann 133 Euro und jetzt kriege ich noch Lohn abgezogen von vier Tagen. Ich weiß nicht, wie viel die mir abziehen. Und wenn die mir jetzt zum Beispiel 50 Euro abziehen, dann habe ich diesen Monat nicht viel vom Lohn.
30:05
Ja, das stimmt, aber du bist gerade gedanklicher bei dem Job, den du da gerade hast. Ich frage dich ja danach, was du viel lieber machen würdest.
30:16
Ehrlich gesagt würde ich lieber im Büro arbeiten oder telefonieren oder ja.
30:21
Traue ich dir auch voll und ganz zu. Was wäre das, wo du sagst, da würde ich aufgehen, da hätte ich auch viel mehr Bock drauf?
30:29
Also ich sagte ja, beim Telefonieren, da hätte ich sehr Lust drauf. Also ich kann telefonieren.
30:34
So Kundenservice-mäßig sowas in der Richtung? Oder welcher Bereich?
30:40
Ja, kann man auch sagen.
30:46
Ja, es gibt ja viele Bereiche. Also schon irgendwie so Kundenservice oder Reparaturdienst am Telefon. Wir helfen bei IT-Problemen.
30:56
Ja, je nachdem. Oder Abschleppdienst. Ich würde... Ja, genau, genau sowas.
31:04
Ah, okay. Hast du das mit Sicherheit schon mal probiert? Wie reagieren Leute, wenn du dich bewirbst und so weiter? Sind die dann sofort, nee, sorry, aber wir brauchen jemanden, der sehend ist, deswegen gleich die Absage? Oder was erlebst du so, wenn du dich bewirbst auf dem Markt?
31:21
Ich habe das noch nicht probiert. Die Arbeitsagentur hat mir geraten, dass ich in der Werkstatt gehen soll.
31:26
obwohl meine Lehrer in der Schule immer früher gesagt haben, ich kann viel mehr. Ich habe halt auch keinen Hauptschulabschluss oder Förderschwerpunkt Lernabschluss. Ich habe einen GE-Abschluss. Das ist ein Abschluss, damit kannst du nur in Werkstätten arbeiten.
31:39
Sandro, wie alt bist du jetzt? 20. Gut. Also ich sage dir ganz ehrlich, fünf Jahre nachdem du aus der Schule raus bist, guckt da keiner mehr drauf. Das heißt, selbst wenn du ihn jetzt hättest, wird da keiner mehr drauf gucken.
31:54
Lass dich davon nicht abhalten.
31:57
Ja gut, aber ich bin halt erst ein Jahr aus der Schule draußen, weißt du? Ja, trotzdem.
32:01
Ich muss deinem Lehrer recht geben und ich kenne dich noch nicht mal und trotzdem habe ich den Eindruck, du bist ein fittes Kerlchen.
32:07
Fit, nicht fett. Manchmal kriege ich den Mund nicht auseinander.
32:13
Da habe ich ja auch verstanden.
32:19
Ich würde mich für dich freuen, wenn du einfach da mal guckst, was es da so für Möglichkeiten gibt. Wir leben ja wirklich in einer krassen Zeit. Es gibt so viele Menschen, die heutzutage von zu Hause aus was machen können. Dann brauchst du dich auch nicht mehr bemühen, irgendwo den Bus rechtzeitig zu bekommen. klappst einen Laptop auf oder den PC an und los geht's?
32:41
Ja gut, es ist halt einfach als Blinder zum Beispiel. So, ich hab ja schon einen PC, also einen Laptop, der ist für mich blindengerecht gemacht und das Ding ist, ich muss halt viel fitter am Laptop werden, weil ich einfach, ehrlich gesagt, sag ich dir ehrlich, ich war ein bisschen faul, was die Schule angeht.
33:03
ich könnte halt mit dem Laptop schon umgehen. Das Problem ist halt einfach, ich muss mich da bewerben und dann muss ich ein bisschen mich annehmen und bis dahin kriege ich halt einfach kein Geld. Klar, blindengeld 250, aber das ist ja auch nicht mehr viel zu aktuellen.
33:16
Nein, nein. Der Plan wäre schon, weiter die Werkstatt zu besuchen und da natürlich weiter und dann nebenbei halt. Wenn du zu Hause bist, dann guckst du halt mal am Abend 10 Minuten nach anderen Optionen. Dann baust du das so Stück für Stück auf.
33:34
Sandro, wo ist er gerade? Oh, ich glaube, der ist gerade rausgeflogen vor zwei Sekunden. Der hat mich jetzt gar nicht mehr gehört, die letzte Frage. Sandro, wenn du mich gerade jetzt über das Radio vielleicht hörst, dann rufst du nochmal zurück. Und falls du nicht mehr zurückrufen kannst und mich aber noch über das Radio hörst, dann würde ich dir sogar gerne anbieten, dass wir das zusammen machen. Also ich helfe dir da gerne. Ich unterstütze dich da gerne. Da hätte ich richtig Bock drauf. Ihr dürft anrufen vom Handy, vom Festnetz, die Nummer zu mir ins Studio.
34:05
So, jetzt gehen wir in die nächste Leitung. Wen haben wir denn dran? Da ist wer mit der Enzifer 87. Guten Abend, wer da woher?
34:11
Ja, Marcel hier.
34:12
Marcel, woher bist du?
34:15
Aus Speyer.
34:15
Wir haben schon mal gesprochen.
34:18
Ist, glaube ich, sechs, sieben Jahre her tatsächlich. Wow!
34:22
Ja, wirklich. Ist völlig verrückt, kann ich mich noch dran erinnern. War das Thema damals Michael Jackson im Nachgang von seinem Tod noch Ermittlungen und so weiter.
34:38
Ja, das war damals die Neverland-Geschichte, glaube ich, ne?
34:42
Ja, ist schon wirklich sehr lange her.
34:46
Ich hatte kurz mal überlegt gehabt, weil da war ja vor kurzem so ein Jubiläum, da hätte man nochmal drüber reden können. Stimmt, als der Film Michael rauskam, da ist das alles nochmal so ein bisschen kurz hochgekocht. Aber ich dachte, nee, mach ich jetzt nicht nochmal, das ist mir zu blöd.
35:00
Marcel, ich freue mich, dass du da bist. Heute haben wir ein anderes Thema. Es geht um Pech. Das hatten wir in der Vergangenheit auch schon mal. Heute die Frage, fühlst du dich manchmal vom Pech verfolgt oder kennst du solche Phasen aus deinem Leben? Wie gehst du mit solchen Phasen um?
35:15
Also, ich habe da, glaube ich, eine gesonderte Meinung darüber. Also, ich höre jetzt so seit einer halben Stunde zu in etwa.
35:27
Ich glaube, dass es Pech und Glück überhaupt nicht gibt. Ich bin der Meinung, Pech ist eine Ausrede und Glück auch irgendwo.
35:40
Also es gibt ja nicht ohne Grund den Spruch, jeder ist seines Glückes Schmied. Und ich glaube, egal, was du jetzt sagst, würde ich hatte so viel pech so dieses beispiel von vorhin ja ich habe ich hatte pech ich habe den bus verpasst du hast einfach den arsch aus dem bett nicht rausgekriegt und bis einfach zu spät aufgestanden so und ich selbst ich könnte sagen ich hatte Ich habe einfach die falschen Entscheidungen getroffen und dann, Gott sei Dank, die richtigen Entscheidungen.
36:28
Und das hat weder was mit Pech noch mit Glück zu tun.
36:34
Ich mag deine Formulierung, die habe ich so noch nie betrachtet. Pech ist eine Ausrede, Glück auch.
36:41
Das habe ich so noch nie betrachtet, auch wenn ich prinzipiell verstehe, was du damit sagen sollst, also separat füreinander, wobei natürlich beim Glück spricht ja keiner von einer Ausrede, sondern das Glück, das nimmt man ja immer gerne an, das stellt man ja auch gar nicht in Frage. Glück hinterfragt man nicht, man nimmt es einfach, man freut sich drüber.
37:01
Naja, ich sag mal so, wenn andere sagen, boah, du hattest mega Glück.
37:09
Nee, ich hatte kein Glück. Die sehen nicht, was dahinter steckt. Die sehen nicht den Weg, den du gegangen bist. Genau, ganz genau. Natürlich kann es auch sein, dass du zur richtigen Zeit am richtigen Ort warst. Das spielt schon mit rein, muss man ehrlich zugeben.
37:24
Sehe ich?
37:27
Alter, ich bin 32, ich habe Menschen um mich herum, die Masterprüfungen machen oder, oder, oder. Und Freunde, die vor bestimmten Entscheidungen treffen, vor Entscheidungen stehen oder vor Prüfungen stehen, egal was. Und vor 13 Jahren, als ich meine Ausbildung gemacht habe, hat eine, ich bin Krankenpfleger, hat eine Krankenschwester zu mir gesagt, Hey, pass auf Marcel, Glück brauchen nur die Nichtskönner.
38:03
Das klingt im ersten Moment super arrogant. Das klingt ja auch sehr hart. Und sehr hart. Aber es ist tatsächlich so. Schlicht und ergreifend, wenn man es ganz nüchtern, ohne Emotionen betrachtet, ist es tatsächlich so. Jeder kann jede Prüfung bestehen, wenn er sich dementsprechend vorbereitet.
38:26
Jeder kann jede Entscheidung treffen, wenn er sich dementsprechend vorbereitet.
38:33
Da halte ich jetzt wieder gegen, weil ich der Meinung bin, dass es gewisse Dinge gibt, die wirst du einfach nicht erreichen. Welche denn? Weiß ich nicht, eine Doktorarbeit schreiben.
38:46
Naja, auch das ist möglich. Du musst ein und dann musst du eine Doktorarbeit machen. Und jeder ist dazu in der Lage. Er muss halt einfach nur richtig abwägen.
38:59
Dass die Person prinzipiell dazu in der Lage ist, will ich nicht ausschließen. Aber da gehört ja viel mehr dazu. Da gehört ja auch irgendwo der Wille dazu, die Motivation dazu, die Leidenschaft und so weiter.
39:12
Genau, ich gebe dir 100% recht. Aber hat Wille und Motivation was mit Glück zu tun? Auf gar keinen Fall.
39:18
Nein, das nicht. Aber ich würde sagen, dass da nicht automatisch jeder irgendwie unbedingt wird oder kann. Viele wollen immer das Ergebnis. Das wollen sie auf jeden Fall haben. Das Ergebnis wollen sie. Aber sie wollen den Weg nicht dahin.
39:35
Genau. Und das hat mit Pech und Glück überhaupt nichts zu tun. Das hat was mit Einstellung zu tun, mit Ehrgeiz, mit Charakter. Das hat
39:49
Glück hast du mit reingebracht. Glück war heute gar nicht das Thema. Es war schlechte Entscheidungen. Ich wollte nämlich wissen, was kommt häufiger vor? Pech oder schlechte Entscheidungen?
39:59
Oh, auf jeden Fall schlechte Entscheidungen. Also zu 100 Prozent.
40:03
Schlechte Entscheidungen häufiger im Leben als Pech?
40:06
Jaja, 100 Prozent.
40:10
Hinter wie viel Pech steckt eigentlich eine versteckte schlechte Entscheidung?
40:15
Hinter wie viel Pech steckt eine versteckte schlechte Entscheidung?
40:20
Ja, weil wir offensichtlich nach außen sagen, ja, da hatte ich Pech. Aber bei genauerer Betrachtung war es eine schlechte Entscheidung und wir wollen uns das einfach nur nicht eingestehen.
40:31
Boah, ich glaube 100%. 100%. Also Pech...
40:39
ich könnte ich könnte aus meinem privaten portfolio erzählen aber dass das führt viel zu weit und das sprengt absolut den rahmen zu dem zeitpunkt wo ich dachte ich hätte einfach nur pech im leben im nachgang jetzt 56 jahre später reflektiert habe ich einfach die schlechte habe ich einfach die falsche entscheidung getroffen und ich hätte zum damaligen Zeitpunkt besser abwägen können. Ich hätte Pro und Contra machen können.
41:09
Ich hätte einfach nur vernünftig eine bessere Entscheidung treffen können. Das war kein Pech. Schlicht und ergreifend war es kein Pech. Ich habe einfach die falsche Entscheidung getroffen. Und wenn ich sage, boah, ich hatte so Pech. Nee, nee, nee. Ich habe eine schlechte Entscheidung getroffen. Aber natürlich geht es mir persönlich, besser, wenn ich sage, ich hatte Pech, wie dass ich mich selbst in die Kritik nehme und sage, ey, damals schlechte Entscheidung getroffen.
41:42
Heinz, seine Aussage war, man kann dem Pech hinterherlaufen. Ich füge hinzu, man merkt das noch nicht mal. Würdest du sagen, das trifft auch auf dich zu?
41:54
Ähm...
41:56
auf irgendwelche Sachen, nicht auf aktuelle, logischerweise, sondern dass du einfach sagst, ja, muss ich ehrlich sagen, da bin ich dem Pech ein wenig hinterhergelaufen, hab's ein bisschen zu spät gemerkt.
42:10
Ich hab die Zeichen einfach falsch eingeordnet. Er hat ja das Beispiel, also du hattest das Beispiel, oder er, ich weiß nicht mehr genau, hatte das Beispiel mit einer Beziehung und das warst du, mit der Beziehung gebracht, du wirst bedrogen, du wirst bedrogen, du wirst bedrogen, Du läufst doch da dem Pech nicht hinterher. Du schaffst es einfach nicht, dich zu trennen. Das hat ja mit Pech nicht zu tun. Guck mal, ich höre zum vierten Mal von meiner Freundin oder von meiner Lebensgefährtin oder whatever, dass sie mich das vierte Mal bedrogen hat und ich bleibe immer noch bei ihr.
42:53
Das ist ja kein Pech, das ist ja eine bewusste Entscheidung. Ich entscheide mich bewusst, da keine Konsequenz zu ziehen, aus welchen Gründen auch immer. Die sind ja ganz weitreichend, 20 Jahre Ehe, Kinder, was weiß der Geier.
43:07
Aber das ist ja kein Pech. Ich bin einfach mal entschieden, das hinzunehmen.
43:11
Ja, aber es kann sich ja eine Dynamik daraus entwickeln, dass du es gewohnt bist, so in einer Beziehung behandelt zu werden. Immer wieder das Gleiche. Und dann lächelst du dir eine Person an, die im Prinzip die ähnlichen Eigenschaften mitbringt wie die Person zuvor. Ja. Und dann sagst du, Mensch, ich habe ja immer nur Pech mit den Frauen.
43:34
So, immer wieder. Oder die Frauen sagen, ich habe ja immer nur Pech mit den Männern. Ihr kennt diese Sprüche, ihr habt sie alle schon mal gehört. Ich gerate immer nur an die A... Und jetzt könnte man sich die Frage stellen, hmm, läufst du da vielleicht gerade einer Sache hinterher und merkst es gar nicht?
43:52
Oder... Änder doch mal dein Portfolio an Männern oder Frauen, denen du hinterherjagst.
43:59
Ja, aber da darf man nicht vergessen, was ist unser Nervensystem gewohnt? Welche Reize, welche Signale? Es kann dann wirklich passieren, das fand ich ganz spannend in den letzten Tagen, als ich das mal gelesen habe, dass dann ein Mensch auftaucht, den du da in dem Moment gut findest, aber der ist langweilig in deinen Augen. Weil sie vielleicht einfach nicht die Trigger löst, die in der Vergangenheit bei dir gelöst wurden. Und dann sagst du, nee, das kann nicht richtig sein.
44:30
Obwohl es eigentlich perfekt ist. Du kennst gar nicht diesen Normalzustand. Dein Körper kennt eigentlich nur Warnstufe Rot quasi.
44:41
Aber auch das ist dann wiederum nicht aus der Komfortzone herauskommen. Weil es ist ja ein Teil deiner Komfortzone.
44:50
eine toxische Beziehung zu führen. Die dritte in Folge oder die vierte in Folge, oh lieber Gott, das ist Teil deiner Komfortzone. Dann brich doch mal aus deiner Komfortzone heraus und nimm dir doch halt mal den Harry, der Triff doch mal eine bewusste Entscheidung und lass dich nicht von deinem limbischen System oder keine Ahnung, lass dich davon doch nicht leiden.
45:21
Triff doch einfach mal eine bewusste Entscheidung und versteck dich nicht dahinter, naja, ich habe halt Pech mit den Männern, weil die alle so sind. Das ist ja super einfach. Zu sagen, ich hatte Pech, ist unglaublich einfach. Im Gegensatz zu sagen, scheiße, ich habe schon wieder eine falsche Entscheidung getroffen.
45:45
Ein Beispiel möchte ich mit dir noch machen, weil ich gerade drin bin und weil ich das Beispiel gerade in meinem Kopf habe und deswegen, ich muss dir nicht so viel erklären. Folgendes Beispiel.
45:55
hast mit deiner Partnerin. Deine Partnerin macht den Vorschlag, Schatz, ich möchte eine Kreuzfahrt mit dir machen.
46:02
Du sagst, okay, machen wir, obwohl du eigentlich kein großer Fan davon bist. Am ersten Tag merkst du, dass es dir gar nicht gut geht, du musst dich übergeben, weil du überhaupt nicht sehetauglich bist. Am zweiten Tag merkst du irgendwie, das Wetter ist ja blöd, hier ist ja die ganze Zeit nur am Regnen.
46:18
Und so vergeht die ganze Woche. Und dann hast du auch noch dein Handy aus Versehen verloren, weil du ein Selfie gemacht hast von dir und deiner Partnerin. Das ist gerade ins Wasser geplumpst. Also eine Katastrophe plagt die nächste und so weiter. War das am Ende einfach Pech oder würdest du es unter schlechte Entscheidungen abheften?
46:39
Ich bin mit dem Gedanken schon da reingegangen, dass ich darauf keinen Bock habe und dass ich weiß, dass ich die Reling schaue.
46:48
Interessant, dass du dich, ja. Du bist hier schon, genau, du hast keine Lust gehabt.
46:54
Ich habe bewusst die Entscheidung getroffen.
46:57
So, aber genau darauf wollte ich gerade hinaus. Wie viel Einfluss hat es, wenn wir eigentlich auf etwas keinen Bock haben, es dann trotzdem machen? Ist das dann nicht doch eine Verkettung von Katastrophen, die eigentlich schon vorausgeplant sind?
47:16
Ja, 100 Prozent. Das ist ja ganz allein dann auch deine Entscheidung, dein Leid zuzulassen. Ich habe keinen Bock, ich weiß, ich reihe die Reling voll, ich mache es trotzdem, weil sie es will und habe am Tag eingestellt.
47:37
kein bock und dann wird dieser urlaub und diese kreuzfahrt zum absoluten desaster und trotzdem machen wir viele dieser dinge der kreuzfahrt war jetzt nur ein beispiel aber überlegt mal in welchen situationen ihrem leben immer ja gesagt hat obwohl ihr da auf die sache eigentlich gar keinen bock habt ich war jetzt fünfmal mit meiner frau in ägypten ich hatte nach dem dritten mal schon keinen bock
48:02
Aber sie liebt halt Ägypten. Und ich denke mir, oh Gott, ja toll, beim vierten Mal war das Essen blöd. Das ist kein Pech. Ich habe entschieden, hey, sie liebt es, meine Tochter liebt es, alles gut, alles fein, ich mache das. Jetzt gibt es Ägyptenverbot. Sorry an alle Ägypter. Aber wirklich, der Urlaub, ich kann es nicht mehr.
48:29
Dann erstmal vielen Dank. Ich ziehe weiter, Marcel. Dir einen schönen Abend und bis zum nächsten Mal.
48:33
Mach's gut. Bis in sechs Jahren, Daniel.
48:35
Bis in sechs Jahren. Bis dann, ciao. So anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz die Nummer zu mir. So, wen haben wir in der nächsten Leitung? Da haben wir wen mit der Endziffer 86. 86, mein Geburtsjahr.
48:48
Wer ist denn dran? Das bin wohl ich. Hallo, hier ist Lefti und ich komme aus Stadtwoll.
48:55
Der Lefty? Der Lefty. Der Lefty aus?
48:58
Aus Bad Woll. Aus Bad Woll? Wo liegt das denn nochmal?
49:04
Ja, bei Göppingen. Genau, zwischen Stuttgart und Ulm.
49:07
Ah, okay, okay. Und Lefty ist nur der Spitzname für?
49:11
Ja, für Detlef. Für Detlef? Ja, da wird immer irgendwo blöd gesprochen. Ach, Quatsch. Ach, Quatsch.
49:19
Aber ich nenne dich gerne so, wenn du sagst, Lefty ist cool. Bist du auch zufällig Lefty, also Linkshänder?
49:25
Nö, das finde ich nicht. Schade, ich leider schon. Also was ist leider, ich bin froh drum, aber es wäre ja witzig gewesen. Der Lefty ist auch ein Lefty. Also, freu mich, dass du da bist, Lefty. Also, Tim, was du mitbekommen hast, heute geht es um Angst. Ich möchte dich gerne mit zwei Aussagen unserer Vorredner konfrontieren. Aussage Nummer eins, man kann dem Pech hinterherlaufen, sagt Heinz. Stimmst du dem zu?
49:50
Eigentlich nicht. Nö. Aussage Nummer zwei von Marcel. Pech ist eine Ausrede, Glück auch.
49:58
Ja, so ähnlich denke ich auch. Nur ist mein Prinzip eher das, als dass ich sagen täte, es gibt kein Glück und kein Pech, sondern es gibt nur ein Schicksal. Letzten Endes ist ja alles Schicksal, was da passiert.
50:12
Es gibt kein Glück und kein Pech, sondern nur Schicksal. So, das Interessante ist ja, dass das Schicksal schon so ein bisschen suggeriert, das ist alles schon irgendwo in Stein gemeißelt. Ja.
50:29
Weil es gibt ja immer dieses Zufall oder Schicksal. Und Schicksal ist ja immer so ein bisschen, als ob man, man hat ja eh keine Kontrolle drauf. Ist das so deine Lebenserstellung?
50:37
Ja, du hast schon die Kontrolle drauf, weil du ja irgendwo gewisse Entscheidungen triffst. Und so wie du die Entscheidungen triffst, das kann dann in dem Moment passieren. Wenn ich jetzt hier ein Teller fällt mir vor dem Tisch, dann ist das ja irgendwie kein Pech, sondern dann hätte ich halt ein bisschen besser aufpassen müssen und dann wäre mir der Teller auch nicht vom Tisch gefallen. Hätte ich Vorsorge getroffen, als dass der nicht so blöd dasteht, wäre der auch nicht runtergefallen. Das ist kein Pech, sondern das ist irgendwo, ja, hat sich dann so ergeben, durch das, dass ich so gehandelt habe.
51:15
Genauso wie mit schlechten Entscheidungen. Ich bin der Meinung, schlechte Entscheidungen gibt es eigentlich auch nicht.
51:21
Weil in dem Moment, wo ich die Entscheidung treffe, wenn ich richtig drüber nachdenke, dann treffe ich eigentlich immer die richtige Entscheidung. Es kann natürlich nur sein, dass sich im Laufe der Zeit diese Entscheidung entsprechend ändert, als dass deine Entscheidung dann in dem Moment rauskommt, oh, die war ja vielleicht doch falsch, aber für dich, wo du sie getroffen hast. Wer trifft schon irgendwo eine Entscheidung, eine Schlechte? Okay, außer ich gehe jetzt...
51:47
vierte Mal nach Ägypten. Das ist dann natürlich in dem Moment eine schlechte Entscheidung, die ich treffe, wenn ich weiß, dass mir das ankotzt, dass ich das nicht machen will. Also ich denke einfach, du kriegst immer irgendwo die richtige Entscheidung dafür und die kann sich dann irgendwann ändern. Aber das hat auch nichts mit Glück und mit Pech zu tun, weil das ist ja da genauso. Da habe ich irgendwo eine Entscheidung getroffen, die sich hinterher herausstellt, dass sie nicht so toll ist.
52:17
Es gibt kein Glück, kein Pech, sondern nur Schicksal. Ich möchte auch mit dir ein kleines Beispiel machen. Stell dir vor, es ist Donnerstagmittag, das Wetter ist schön, du sitzt auf der Couch und triffst die Entscheidung, ich gehe jetzt in den Park. Ich habe Lust, in den Park zu gehen.
52:32
Also ziehst du dich an, machst dich fertig, gehst in den Park, setzt dich auf die Bank und auf der Bank sitzt bereits eine Frau, mit der du dann ins Gespräch kommst und daraus entwickelt sich eine nette Bekanntschaft und später wird sie vielleicht sogar die Frau deines Lebens. Ist das Schicksal oder Zufall oder Glück oder Pech? Was ist das?
52:52
Ja, das ist Schicksal, oder? Dass die jetzt gerade da sitzt. In dem Moment, wo ich auf die Idee komme, da jetzt in diesen Park zu gehen und treffe diese Frau, ist doch Schicksal.
53:02
Das ist doch nicht irgendwo. Ja, aber wenn man die Kette zurückverfolgt, dann hätte ja auch dein Impuls, aufzustehen und in den Park zu gehen, schon Schicksal sein müssen.
53:15
Ja, ist dann schon ein Schicksal, weil ich muss ja nicht in den Park gehen. Ich kann ja genauso gut sagen, bei dem schönen Wetter, gehe ich jetzt ins Bad und gehe eine Runde schwimmen, ins Reibad oder so.
53:26
Aber da sind doch so viele Dinge, die dann noch dazugekommen sind. Du hast sie auch angesprochen. Sie hat mit dir zurückgesprochen. So viele Dinge, wo man dann ja nicht am Ende sagen kann. Es gab ja so viele Momente, wo es hätte anders ausgehen können.
53:40
Ja, aber ist das Glück, dass ich Dieter in dem Moment angesprochen habe?
53:44
Nein, aber warum ist es nicht einfach ganz bewusstes Handeln? Warum muss es Zufall sein oder Schicksal sein? Warum kann es nicht einfach sein?
53:52
Das ist Leben.
53:54
Einfach Leben.
53:56
Ja, genau.
53:57
Finde ich gut. Nehme ich, übernehme ich. Das finde ich großartig.
54:01
Und da damit, sonst wäre das Leben ja nicht lebenswert. Ich meine, ich habe zum Beispiel auch so einen Kumpel daheim, ich sage immer, der tritt in jedes Fettnäpfchen rein. Also alles, was da irgendwo schieflaufen kann, läuft bei dem schief. Ich so oft muss immer das anhören. Aber wenn ich dann drüber nachdenke, dann muss ich sagen, erst vor 98 Prozent der Fälle, die er da sagt, ist er selber schuld.
54:26
Weil der neulich ist mit dem Auto irgendwo im Pfosten hängen geblieben, weil der Parkplatz so klein war. Das soll ja auch erst dann in dem kleinen Parkplatz sein. Natürlich kann er sagen, ich habe jetzt Pech gehabt. Ja, aber er hat es doch gesehen und hätte dann, wenn er darüber nachgedacht hätte, wenn er das jetzt bewusst entschieden hätte, gesagt hätte, okay, Parkplatz 1,98 Meter, ich, mein Auto 1,97 Meter, das wird eben, also suche immer einen anderen Parkplatz.
54:55
Und wenn ich dann in den anderen Parkplatz fahre, habe ich das Problem nicht, dass ich mein Auto hängen lasse. Also irgendwo Schicksal. Weil er das ja beeinflusst hat oder beeinflussen hätte können. Aber da hat er halt nicht nachgedacht. Und dann hat er halt Pech gehabt, ist mal blöd gesagt. Dann hat er halt die falsche Entscheidung getroffen.
55:16
in dem Moment, und dann ist es halt passiert. Aber wenn er seinen Kopf eingesetzt hätte, hätte er darüber nachgedacht, was er tut. Man muss natürlich mit offenen Augen durchs Leben gehen, als dass man solche Situationen dann herausfindet. Und ich bin da auch nicht gefeilt dagegen. Ich habe in meinem Leben schon manche Entscheidung falsch getroffen, die dann irgendwo traurig waren, sei es Partnerwahl oder sonst irgendwas. Aber im Geheimen, Großen und Ganzen, muss ich sagen, wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, Wenn ich jetzt Lotto spiele, das war auch so ein Beispiel, was mir vorhin so einfallen ist.
55:49
Wenn ich sage, ich gewinne nie im Lotto. Ja, wenn ich keinen Zettel abgib, dann kann ich halt auch nie im Lotto gewinnen.
55:57
Naja, aber selbst wenn du ihn abgibst, wie hoch ist nochmal die Gewinnchance? Eins zu wie viel? 100 Millionen?
56:03
Ja, es kann ja dann schon sein, aber ich kann dann in dem Moment meckern und kann sagen... Jetzt habe ich wieder nicht gewonnen, aber ich kann nicht sagen, jetzt habe ich wieder nicht gewonnen, wenn ich noch mal einen Zettel abgegeben habe. Ja, das stimmt. Das ist ein Schutz. Und so sind es viele kleine Entscheidungen, die uns im Leben, glaube ich, tagtäglich und rund um die Uhr begegnen. Wir treffen immer irgendwelche Entscheidungen, sonst hätte unser Leben nicht funktionieren.
56:31
Wie viel Einfluss, glaubst du, hat man darauf, das Pech so minimal zu halten in seinem Leben, wie es nur geht?
56:40
Wie viel Einfluss man da drauf hat, das ist auch eine gute Frage. Je nachdem, wie ich eingestellt bin, wenn ich offen mit meinen Augen da durchs Leben gehe, da habe ich schon viel Einfluss drauf, als dass ich das machen kann. Dann handle ich, wenn ich jetzt hier bloß irgendwo in der Ecke sitze, dann habe ich natürlich keinen Einfluss drauf, was dann in dem Moment passiert. Dann läuft das Leben an mir vorbei. Und? Ich denke immer...
57:12
Ja, wie viel Einfluss habe. 50-50. 50-50. Ich bin eher der Meinung, dass ich 80 Prozent Einfluss habe drauf.
57:25
Besser als 50-50. 80 Prozent klingt ja schon mal besser als nur 50.
57:31
Ja, also ich bin immer einer, als dass ich versuche dann diese 80% zu erreichen und nicht irgendwo ins Negative zu kommen. Das macht doch alles auch viel lebenswerter, wenn ich irgendwo positiver denke und positiver an Dinge da ran gehe.
57:46
Du selbst siehst deine eigene Kontrolle bei 80%, korrekt?
57:55
Wie hoch würdest du sie prozentual bei deinen anderen Bürgerinnen und Bürgern?
58:06
Bei meinem Kumpel sind es 20%. Oder Kumpels von mir aus. Interessant. Da sind es 20%.
58:15
Und wenn du es auf die Gesellschaft umlegen würdest, was würdest du sagen? Wo liegt da prozentual?
58:22
Naja, wir sind schon im Moment gerade alle sehr, sehr negativ eingestellt mit der ganzen Problematik, die man hat, ob jetzt Trump oder weiß der Geier was. Und dann denke ich, wir liegen bei 30 Prozent, wir liegen nicht höher als 50 Prozent, ganz sicher nicht. Also ich glaube schon, dass wir zu viel negativ sehen.
58:43
Das macht auch was mit uns in dem Moment. Also ich glaube, wir sollten schon irgendwo wieder ein bisschen mehr Positivität dabei haben. Und wir sollten vielleicht auch manchmal darüber nachdenken, wenn wir irgendwo was bemängeln. Wenn ich jetzt zum Beispiel einen Spritpreis habe von 2,30 Euro.
59:00
Dann darf ich mich nicht darüber beschweren, dann muss ich halt irgendwo handeln, dann muss ich halt irgendwo sagen, okay, was mache ich? Ich werde in Zukunft weniger Auto fahren und werde gucken, dass ich meinen Konsum etwas einschränke. Aber wir schreien dann halt die Politik, die muss uns da jetzt hier unterstützen und die müssen hier uns geben. Ja, in gewisser Weise ein Teil schon, aber jeder erwartet dann in dem Moment, dass sie jetzt dafür aufkommen, als dass der Spät jetzt halt so teuer ist.
59:28
Gut, wir reden dann gleich weiter. Wir machen eine ganz kurze Pause, Lefti, und ihr könnt gerne anrufen. Bis gleich.
59:33
Schlafen kannst du woanders. Deine Story. Deine Nacht. Die Night Lounge.
59:39
Deine Night Lounge. Mit Daniel. Auf BGFM.
59:42
Rheinland-Pfalz. Baden-Württemberg. Hessen. NRW. Und im Saarland.
59:50
Schön, dass ihr da seid. Heute sprechen wir über Pech. Und ich möchte ganz gerne wissen, wer von euch hat schon mal gesagt, ich werde vom Pech verfolgt? Oder seid ihr vielleicht sogar aktuell in dieser Situation, dass ihr sagt, ja, ich habe wirklich gerade eine krasse Pechsträhne. Wie kann man so etwas durchbrechen? Geht das überhaupt, geht es nicht? Das möchte ich heute von euch erfahren. Lefty ist gerade bei mir in der Leitung und er sagt, es gibt weder Glück, Es gibt kein Glück und es gibt auch kein Pech. Es gibt eigentlich nur Schicksal. Auch da kann man jetzt drüber diskutieren, ob ihr das genauso seht.
60:20
Wenn du soweit durch bist, Lefti, würde ich weiterziehen. Oder gibt es noch was ganz Wichtiges, was du loswerden möchtest?
60:26
Nö, alles gut. Vielen Dank für die Sendung. Ich höre dir schon ein paar Jahre zu. Und zwar das erste Mal, dass ich angerufen habe. Ich habe einfach gedacht, jetzt müssen wir das auch mal machen. Ja, gerne. Dass ich mich auch mal einbringe in die ganze Geschichte. Das hat mich sehr gut gemacht.
60:43
Dir einen schönen Abend.
60:45
Bis bald. Mach's gut. Tschüss. So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz. Wir gehen in die nächste Leitung. Und wen haben wir dran? Mit der 5.0 ruft wer an. Hallo, wer da woher?
60:56
Ja, hallo, schönen guten Abend. Oder besser gesagt, schönen guten Morgen, Daniel. Ich bin der Frank aus Bonn und ich rufe heute zum zweiten Mal in einer Talksendung an. Das erste Mal müsste so März, April diesen Jahres gewesen sein. Und zwar ging es darum, da war ja eine Hörerin, die bei dir angerufen hatte.
61:20
Ich wohne hier in Bonn-Tannenbusch und die ist auch aus Bonn-Tannenbusch. Und die war aber zu der Zeit irgendwie zu Besuch bei ihrer Freundin. Und ich meine, die Freundin heißt Alexandra oder so. Aber von ihr weiß ich leider den Namen nicht mehr. Die hat sich auch nicht mehr gemeldet, ne, Daniel?
61:38
Oder? Doch, eine Alexandra, die regelmäßig anruft, kenne ich.
61:44
Das war die Freundin. Ich weiß leider nicht mehr. Ich komme nicht mehr auf den Namen, wie es um die Frau geht.
61:52
Das weiß ich nicht. Das weiß ich nicht. Vielleicht fällt es dir noch ein. Aber zum heutigen Thema, was hast du denn zum heutigen Thema?
62:00
Ich habe es also weiterhin verfolgt. Also zum heutigen Thema, ich nehme erstmal kurz Bezug zu den letzten drei Anrufern, die jetzt vor mir dran waren. Einmal der eine mit der Aussage, es gibt weder Glück noch Pech.
62:15
Da muss ich also absolut dagegen sprechen, also das Verneinen. Natürlich gibt es Glück und Peck und sagen wir mal vorausgesetzt, er hätte recht.
62:26
dann ist es so, dann verhält es sich so, dass Glück ist positiv belastet und behaftet und Pech natürlich dann das Gegenteil, also negativ belastet und behaftet. Bei mir dreht es sich um drei Lebens- und Alltagsbereiche, also sehr große und sehr wichtige Lebens- und Alltagsbereiche. Einmal das Thema Frauen, das ist also bei mir Nummer eins.
62:58
Das zweite ist Tiere und das dritte ist Schicksalsschläge. Natürlich gibt es zum Pech und zum Glück auch Schicksal. Und ich habe in meiner Familie, mütterlicherseits, einige Schicksalsschläge schon hinter mir über die Jahre leider mitmachen müssen. Im Februar 1999 ist meine Mutter gestorben. Das ist schon sehr wichtig, aber noch wichtiger war, auch im Februar, vier Jahre später, 2003, ist meine damalige Ehefrau gestorben.
63:34
Sie ist mittlerweile 23 Jahre tot.
63:37
Ich bin jetzt 62, da war ich 39. Sie war auch 39 und das Lustige ist immer gewesen, sie hat am 15. August Geburtstag, ich am 16. November, weil ich fand das immer so lustig. Drei Monate und dieser eine ominöse Tag ist sie ja älter gewesen als ich.
63:57
Und sowohl meine Mutter, damals war die, warte, lass mich grad scharf überlegen, ne, 55, also alle haben gesagt, die ist viel zu jung aus dem Leben ausgeschieden, also gestorben. Und meine Frau mit 39 ja auch. Und die hatten beide eine sehr schwere Krankheit, längere, hinter sich ja. Und haben das leider nicht überlebt. So, und ich hab dann danach, was war das, vor 20 Jahren, 2006, hatte ich nochmal, ja, Beziehung kann man das nicht nennen, weil ich hatte vorher jahrelang eine Beziehung, das war so mehr Liebschaft, Affäre oder so ein Kurzzeitding, also da war ich 42 und Die Russin, mit der ich da zusammen war, also die ist Julia, die war 21, also halb so alt wie ich.
64:51
Ja, da war dann auch, die hat auch einen Schicksalsschlag erlebt. Ihr Vater ist gestorben und dann hat die auf einmal von heute auf morgen ihr Verhalten total geändert.
65:02
Die kam dann nur noch zu mir und hat mal Geld von mir gefordert, wie ob ich ihre Bank bin. Das haben die auch so klipp und klar gesagt. Und dann habe ich das Ganze beendet. Und seitdem, ich sage es jetzt öffentlich im Radio, vor allem wenn Frauen zuhören, ich schäme mich dafür, habe ich keine Frau mehr gehabt. Sprich auch keinen Sex, nichts mehr. Also gefühlsmäßig sexmäßig nichts mehr läuft von mir. Total tote Hose. So, und ich bin ja schon seitdem, seit damals auf der Suche nach einer neuen Partnerin, Frau.
65:37
Eventuell auch späterer Heirat nicht ausgeschlossen, also Ehes- und Familiensgründen. Also ich fühle mich noch nicht so alt, ich bin auch noch ein Kindzeuge. Ich habe zwar schon einen Sohn, der ist jetzt, warte mal, 98 geworden, was haben wir? Ja, 29. Also der wird im Oktober 29.
65:58
Nee, 26, Entschuldigung, 28 wurde da. 27 ist er jetzt. So, und ja.
66:07
Ja, dann wegen Tieren. Das ist der zweite Lebens- und Altersbereich. Wenn ich schon keine Frau abbekomme, ich sage das jetzt mal so extrem, so abwertend, dann bin ich wenigstens Tier um mich haben. Ich habe jahrelang immer Katzen gehabt. Das erste Pärchen, da war ich mit meiner damaligen Freundin in Bayern in Urlaub. Und da haben wir die vom Bauern bekommen, als Kitten, also Katzenbabys. Und dann die zweiten, das zweite Pärchen, das habe ich hier aus dem Tierschutz aus dem Bonner Tierheim geholt.
66:43
Und die sind aber jetzt vor einigen Jahren gestorben und seitdem lebe ich hier völlig ab. Ich gebe so offen zu, alleine und auch einsam. Ich stehe auch dazu, wie ich mich fühle. Und das macht mich natürlich jeden Tag aufs Neue down, wenn ich darüber nachdenke. Also ich bin wirklich nicht zu nah am Wasser gebaut, aber da könnten mir schon mal die Tränen kommen. Und manchmal kommen sie mir auch.
67:07
Naja, aber da, also wenn wir uns jetzt mal die Aussage von Lefty holen, dann könnte man ja sagen, darauf hättest du rein theoretisch Einfluss. Du könntest jetzt sagen, ich möchte das nicht mehr, ich will jetzt zum Beispiel Kontakt wieder mit Leuten haben, will mit Menschen in Verbindung treten, warum änderst du es nicht?
67:26
Ja, weißt du, der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Ich sitze hier zu Hause. Ja gut, wenn ich Arzttermine habe, weil ich bin auch gesundheitlich sehr angeschlagen. Ich hatte vor acht Jahren eine Krebserkrankung und da habe ich noch Nachfolgekrankheiten. Ich nenne das immer Baustellen, von Kopf bis Fuß, ja.
67:50
Das ist okay, aber bevor du die jetzt alle auflistest, ich möchte ein Argument haben, warum du mit Leuten nicht in Kontakt trittst. Da muss man ja heutzutage gar nicht mehr das Haus verlassen. Also theoretisch gibt es ja super viele Möglichkeiten.
68:03
Ja, pass auf, ich habe nicht die technischen Voraussetzungen. Ich habe weder Internet noch ein Smartphone, was WhatsApp hat. Ich rufe dich jetzt von so einem alten Nokia-Handy an. Ach cool.
68:17
Jaja, ich weiß nicht die Nummer, also ich habe da auch keine Beschreibung, nichts mehr dazu. Auf jeden Fall, das ist ein Nokia, das ist bestimmt über 20 Jahre alt, 25, vielleicht sogar 30 Jahre alt. Aber es funktioniert. Ich kann damit telefonieren, also zählen und SMS schreiben. Das hat noch nicht mal ein Foto, also MMS und sowas. Und geschweige denn WhatsApp, weil das bräuchte ich.
68:45
Das habe ich alles nicht.
68:47
Internet, das habe ich alles nicht. So, das ist das eine. Und dann mache ich dir das an einem Beispiel verständlich, dass du das vielleicht noch mehr verstehst. Ich bin früher sehr viel in Clubs gegangen. Früher hat man Diskotheken, Diskus gesagt. Heute sagt man Clubs, also knapp. So, und dann vor allen Dingen wegen Tanzen. Ja, also ich stehe unheimlich, ich fahre unheimlich auf Soul, A&B, also die ganze gesamte Black Music ab.
69:16
Kannst du heute noch tanzen oder geht das gesundheitlich nicht mehr?
69:19
Ja, das ist ja das. Ich habe Angst, wenn ich da in einem Club bin, weil ich puste hier rum. Ich habe extrem Husten, extreme Atemnot, extreme Kurzatmigkeit. Und wenn ich in so einem Club bin, habe ich Angst, Und auf einmal, wenn ich am Tanzen bin, dass ich diesen unheimlich extremen Hustenanfall bekomme und dass vielleicht Leute, andere junge Leute sich darüber aufregen und vielleicht sogar zu den Betreibern von dem Club oder hier zu den Türstehern gehen und dann wäre ich da verwiesen, sozusagen rausgeschmissen.
69:54
ist ja das Problem.
69:58
Naja, du bist ja ziemlich weit gerade schon in der Zukunft. Ich hätte ja gesagt, geh doch erstmal in den Club, setz dich irgendwo an den Rand, schau dir das Ganze erstmal an, guck erstmal, wie du dich fühlst, dann guck mal, wie du dich fühlst, wenn du dich 30 Sekunden bewegst und wenn du merkst, ui, okay, gut, merk schon, das macht gerade was für mich, dann setze ich mich halt wieder hin. Also warum immer in die Vollen gehen? Warum immer Bleifuß? Warum nicht Stück für Stück sich herantasten?
70:28
Ja, ich bin von Natur aus auch so ein ungeduldiger Mensch. Ich habe bei vielen Sachen nicht lange Geduld. Da gibt es wieder andere Sachen, da bin ich unheimlich geduldig. Aber so sehr viele Sachen, die meisten Sachen, da bin ich immer sehr ungeduldig. Da wäre ich rammdösig, wenn man hier bei uns im Rheinland sagt.
70:47
Ja, aber du scheinst sehr geduldig zu sein, alleine zu sein. Und da hast du ja eine unglaubliche Geduld, die ich zum Beispiel nicht so ganz verstehe, warum du sie in dem Punkt hast. Aber in anderen Punkten bist du stürmisch.
70:59
Warum? Ja, weil ich mich damit abgefunden habe. Ja, es ist leicht gesagt, Daniel. Du sagst mir, du gibst mir den Tipp an der Situation was ändern. Ich gebe keine Tipps.
71:13
Ja, aber das ist sehr schwer. Das ist schwer. Weißt du, diesen Schritt zu... Entschuldigung. Das ist mein Husten, wie gesagt. Das ist sehr schwer, diesen ersten Schritt zu vollziehen, weißt du. Jemand anders kann einem Ratschläge und Tipps geben, das ist leicht gesagt, aber getan umso schwerer.
71:42
Vollkommen richtig, ja. Das klingt, ich weiß, worauf du gerade hinaus willst, dass von außen betrachtet ist das einfach nur eine Kleinigkeit, aber das, was einen so zurückhält, man nennt das ja häufig auch so, diesen inneren Schweinehund, der einen davon...
72:05
weiß genau, was du meinst und ich weiß auch, wie groß und wie stark der sein soll, aber wenn zwischen dir und dem Leben, das du fühlen möchtest, nur er steht, dann stell dir die Frage, ob das nicht eigentlich der Gegner ist, gegen den man mal antreten sollte, weil nicht gegen ihn anzutreten bedeutet, der lässt dich nicht in das Leben, in das du möchtest.
72:32
Und das würde ich mir von keinem nehmen lassen. Stell dir mal vor, ich wäre jetzt, ich oder irgendeine Person würde sich einfach vor dir stellen und du willst raus aus der Wohnung und ich würde mich vor die Tür stellen und würde sagen, sorry, kommst du hier nicht raus. Wie lange würdest du irgendwann mal, du würdest versuchen, links an mir vorbeizugehen, rechts an mir vorbeizugehen, ich würde mich immer vor dich stellen. Und was würdest du machen? Wie lange würdest du dieses Spielchen machen, bis du irgendwann mal sagst so, Oder würdest du damit in der Wohnung bleiben und sagen, ich gehe gar nicht mehr raus? Ich bleibe jetzt in der Wohnung.
72:59
Nein, ich würde die Sache sofort angehen. Da bin ich sofort hellwach. Da bin ich sofort mit dabei, am Start dabei. Und ich würde versuchen, entweder links oder rechts. Und wenn es sein muss, sogar durch die Mitte. Da würde ich über dich springen, weißt du? So wie früher im Turnunterricht. Wie hieß das? Brellbock oder was weiß ich. Ja, da würde ich einfach mich auf deinen Schultern mit meinen Händen und Armen abstützen und über dich so drüber springen.
73:29
Ich finde das von der Bildsprache und ich liebe Bildsprache, das wissen die meisten, die mir regelmäßig zu hören, ich finde das genau so schön, wie du es gerade beschreibst. Wenn ich nicht dran vorbeikomme, dann springe ich einfach mal drüber.
73:42
Genau, genau. Probier es mal. Kein Hindernis, weißt du? Ich versuche dann, das Hindernis beiseite zu stellen. Das zog mich nicht abschreckend, dass ich nicht weiter meinen Weg vollziehe, also weiter meinen Weg gehe.
73:59
Ja, du klingst auch plötzlich ganz anders. Und ich glaube, wenn du dir versuchst, diesen Gedanken mal in den Kopf zu setzen, ah, da ist er wieder, der, der mich nicht vorbeilässt.
74:08
Und ich probiere das mal mit dieser Technik aus. Ich spring jetzt mal drüber.
74:13
Wir haben ja immer Steine entwickelt sozusagen.
74:17
Ich glaube, je öfter man in deinem Fall jetzt drüber springt, auch bei Kleinigkeiten, das können so Minisachen sein, wie zum Beispiel, wir müssen mal wieder die Küche aufräumen und so weiter. Nee, da habe ich heute keinen Bock drauf. Das ist so eine Minisache, die man schon mal üben kann, wo man dann sagt, okay, ich spring heute mal drüber und sagt, nee, nee, nee, das schieben wir nicht auf morgen, das machen wir jetzt. Und dann, je öfter du über den drüber gesprungen bist, irgendwann mal ist er dir egal. Das dauert. Das geht nicht von heute auf morgen. Aber ich glaube da fest dran. Ich bin da wirklich voll fest überzeugt, dass man das trainieren kann.
74:51
Ja, und da muss ich hier noch was dazu sagen.
74:54
Aber ganz schnell, weil ich muss schon wieder weiter. Ich bin schon in Zeitverzug.
74:58
Nur ganz kurz in einem Satz. Zu dem zweiten sehr wichtigen Lebens- und Alltagsbereich. Tiere, also jetzt sprich...
75:07
Besonders Katzen, weil ich bin ein sehr großer Katzen-Fan. Das Problem ist auch, warum ich mir keine neuen zwei Katzen anschaffen kann, ist, die Tierheime nehmen ja sozusagen, das nennen die offiziell, ist das eine Spende, eine Gebühr. Also man muss ja für jede Katze was zahlen. Ich habe meine ersten Katzen aus dem Tierschutz, hier aus dem Bonner Tieramt, damals 2005, also vor 21 Jahren, da musste ich je Katze 75 Euro zahlen.
75:39
Das waren also insgesamt 150 Euro. Und heute verlangen die das Doppelte. Also eine Katze 150 und das mal zwei, also 300 Euro. Und ich bin Rentner, ich kriege nur eine sehr kleine Rente.
75:53
Das kann ich mir nicht leisten. Ich müsste dann sparen, so zwei, drei Monate. Das ist die Möglichkeit. Oder was ist noch...
76:05
Achso, ja, dann ist hier noch ein anderes Tierheim hier im Rhein-Sieg-Kreis, hier zwischen Köln und Bonn in Großdorf. Die verlangen, Moment, wie war das? Moment, ja, 120 Euro je Katze, also 240 Euro. Das sind immerhin 60 Euro weniger. Das ist etwas günstiger.
76:28
Ich verstehe, dürfen wir hier einen Punkt setzen? Ich möchte wirklich dich da nicht unterbrechen, aber ich merke, das geht schon wieder... Ja, dann wünsche ich dir. Dir einen schönen Abend, ja, auf jeden Fall. Ja, Daniel, dann wünsche ich dir alles Gute. Dir auch. Und behalt diesen Gedanken bitte im Kopf, dieses ich probier's mal, ich spring mal drüber.
76:43
Ja, ja, ja, mach ich. Danke dir, bis bald. Tschüss, mach's gut.
76:49
So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz die Nummer zu mir ins Studio. So, wen haben wir da in der nächsten Leitung? Muss man gerade gucken. So, wen haben wir da? Mit der 4.0 ruft wer an. Hallo, wer da woher?
77:01
Hallo Daniel, hörst du mich? Hier ist der Sandro.
77:04
Hallo Sandro? Hat dich nicht gerade ein Sandro aus Koblenz dran?
77:07
Ja, ich war weg.
77:09
Ach, du warst weg. Oh, ja, das Letzte, was ich noch zu dir gesagt habe, ist, dass ich das toll finden würde, wenn du da dran bleibst. Und ich weiß nicht, ob du es im Radio gehört hast. Ich habe gesagt, ich könnte mir auch vorstellen, dich da ein bisschen zu unterstützen, wenn ich dir irgendwie helfen kann.
77:25
Die Frage ist, wie? Was hast du vor?
77:29
Ich habe gar nichts vor. Du, es geht nach dir. Es geht nach dem, worauf du Lust hast. Und dass ich dir insofern zur Seite stehe, dass ich sage, okay, wir könnten, und nicht wir, sondern du könntest jetzt dies, das und jenes. Und so den nötigen, den Stein ins Rollen zu bringen.
77:47
Und das Ding ist, mein Bruder kam auf die Idee, dass zum Beispiel, du machst das ja jeden Abend, diese Night-Down-Show, also bis Freitags immer. Mein Bruder kam auf die Idee, dass ich das auch machen könnte.
78:05
Wer macht das? Nimm dir eine Kamera, nimm dir das Handy und los geht's. Heute gibt es so viele Streamer, die das Ähnliche machen, wie ich das mache.
78:13
Ja gut, das Ding ist halt einfach, ich habe erstens kein Zweithandy und zweitens, kannst du mir da irgendwie, weil ich würde das halt auch schon gerne im Radio machen oder so, weißt du was ich meine?
78:28
Ja klar, natürlich kannst du das auch machen, aber das ist so eine nice to have by the way Geschichte. Die Frage ist jetzt, du hast gesagt Büro, Service, Telefon und so weiter, dass wir da ganz konkret auch mal gucken.
78:40
Das ist jetzt der Part, der vielleicht nicht so gemütlich ist, aber der am Ende vielleicht dann doch zu etwas führt, wo du aufgehen kannst.
78:49
Ja gut, das wäre zum Beispiel eine Sache, die ich halt auch gerne machen würde. Ich würde gerne mit den Leuten reden, denen zuhören. Weißt du, was ich meine?
78:57
Gut, es gibt zum Beispiel ehrenamtliche Menschen, die beim Sorgentelefon arbeiten. Da könntest du dir auch überlegen, wäre das was für mich? Könnte ich mir das vorstellen?
79:06
Das denke ich eher nicht.
79:07
Warum nicht?
79:09
Weil so zum Beispiel, du machst das ja so, dass du Themen hast, die du ja jeden Abend besprichst und dann kommen die Leute rein und sagen was dazu.
79:21
Moment mal, du hast gerade gesagt, du möchtest Menschen helfen. Da rufen Menschen einfach an, die gerade Hilfe brauchen. Die brauchen jemanden, der ihnen gerade zuhört. Und du sagst, da habe ich keinen Bock drauf. Warum?
79:32
Ich weiß ja nicht, ob das was für mich wäre und wie ich da rankomme, weißt du.
79:36
Naja, du kannst doch nicht schon Nein sagen, bevor du die Antworten darauf hast. Dann find die Antworten erstmal auf diese Fragen. Wie kommt man da rein? Was muss man da für Qualifikationen mit sich bringen und so weiter? Ich könnte mir wirklich vorstellen, dass man das von zu Hause aus machen kann, dass man einfach eine Rufumleitung dann aufs Handy hat quasi und dann, du hast Dienst heute von 18 bis 20 Uhr oder so und dann werden die Anrufe an dich geleitet.
80:01
Das wäre halt ideal. Also das wäre gut.
80:04
Ich weiß es nicht. Das ist ein Weg, den man dann halt verfolgen muss und gucken muss.
80:13
Wie hast du das denn geschafft, dass du sowas machen kannst?
80:17
Wie, dass du sowas machen kannst? Beim Radio? Ja. Ich habe mit 15 mein erstes Praktikum gemacht.
80:23
Und da habe ich nicht damit gerechnet, dass ich abends eine Talksendung mache, Sandro. Ich bin immer noch bei Frank, weil der letzte Anrufer war. Deswegen bin ich gerade irritiert.
80:34
Aber musst du dein Praktikum machen? Mein Lehrer hat auch gesagt, ich soll mich mal beim Radio bewerben.
80:40
Denkst du, das wäre was für mich?
80:42
Das musst du wissen. Für mich stand das nie im Raum als Frage, ob das was für mich ist. Das war meine DNA.
80:53
Du hast einfach gesagt, ich mache das jetzt.
80:55
Ich möchte vor das Mikro und vor die Kamera. Das war irgendwie irgendwas. Oder auf die Bühne. Oder egal. Das war immer drin. Das beschreibt mich. Na gut. Dann lass uns in einer Woche reden. Und zwar, lass mal gerade gucken, was haben wir. Donnerstag kam mal. Lass uns am Montag reden. Montag haben wir eine offene Runde. Und du sagst mir, wie weit du gekommen bist. Wie viele Dinge du herausgefunden hast. Und wie viele Schritte du unternommen hast, um in diese Richtung zu gehen.
81:24
Okay, mach ich.
81:25
Wunderbar.
81:28
Okay, dann danke ich dir.
81:29
Danke dir. Bis bald. Mach's gut. Bevor ich mich verabschiede, würde ich gerne jemanden grüßen. Mach mal bitte.
81:35
Und zwar würde ich meinen kleinen Bruder grüßen, Jolino und seine Freundin Jennifer, weil die waren gerade auch zu. Die haben gesagt, ich soll dich wieder anrufen.
81:43
Sehr gut, sehr gut. Bis bald, Sandro. Mach's gut. Ciao. So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz.
81:51
Habe ich euch die Geschichte erzählt von, ja, habe ich euch mal erzählt, ne? Schon ein paar Jahre her, aber ich erzähle sie immer wieder gerne, weil sie für mich so ein wunderbares Beispiel dafür ist. Ich glaube, der junge Mann war damals 18, 19 und hat mir erzählt, er möchte Model werden und er möchte auf der anderen Seite Personal Trainer werden für Training so.
82:10
Und ich habe ihm dann ganz einfache Fragen gestellt. Ich wollte wissen, okay, wie lange geht die Ausbildung? Was kostet die Ausbildung? Wo kann man die Ausbildung machen? Und er hat mir keine dieser Fragen beantworten können. Und daraufhin habe ich zu ihm gesagt, also ich weiß eins.
82:27
dass du deinen Weg gehen wirst. Aber du wirst kein Personal Trainer werden. Niemals. Das ist unwahrscheinlich. Denn wenn man wirklich etwas schwärmt und träumt und so weiter, man saugt alle Informationen zu diesem Thema auf, weil es sich gar nicht nach Arbeit oder nach Anstrengung anfühlt.
82:46
Und ich glaube, Menschen, die wirklich mit Leidenschaft und Passion hinter einer Sache sind, geben mir in diesem Punkt recht, dass man sich für sowas einfach interessiert. Und naja, die Geschichte ging zwar ein bisschen länger, aber das mache ich jetzt nicht. Das habe ich euch schon mal, glaube ich, erzählt. Wir gehen in die nächste Leitung und wen haben wir dran? Da haben wir wen, muss man gerade gucken. Die Barbara aus Wuppertal, grüß dich. Hallo Barbara.
83:13
Hi! Na, jetzt habe ich schon so viel gehört. Jetzt habe ich fast schon wieder meine Gedanken verloren, die ich mir eigentlich schon fast aufgeschrieben habe, damit ich das nicht immer wieder vergesse, wenn ich dann irgendwann dran bin.
83:28
Für alle, die gerade einschalten und schon vergessen haben, um was es geht. Ich habe es nämlich auch für einen kurzen Moment vergessen. Ich werde vom Pech verfolgt, das Thema heute. Und die Frage lautet, wer hat das schon mal erlebt, dieses Gefühl, vom Pech verfolgt zu sein? Was kann man dagegen machen? Oder kommt man da gar nicht mehr raus? Barbara, wie siehst du es?
83:47
Also als erstes möchte ich mal diese rhetorische Frage in den Raum werfen. Und zwar heißt es denn nicht, dass das Pech anziehen und das Glück herausfordern eher so und nicht das, was ich jetzt immer gehört habe, irgendwie das Pech, was hattest du gesagt, das Pech herausfordern oder so, ich weiß es nicht.
84:14
Also Glück habe ich zum Beispiel gar nicht gesagt, das kam heute gar nicht vor, das kam von euch dann irgendwann.
84:19
Das Pech anziehen. Also jemand zieht das Pech an und jemand fordert es hinaus.
84:25
Zum Beispiel beim Glücksspiel oder sowas. Das Glück herausfordert.
84:28
Es gibt Glücksspiel, es gibt Glückssträhnen. Also wenn man die ganzen Wörter sich anguckt, die zu Glück existieren, dann müsste man Schluss folgern, Glück gibt es. Und Pech auch, wenn man das so auslegt. Okay.
84:45
Und andererseits würde ich sagen, für mich spielt auch eher die Rolle Schicksal, würde ich sagen. Also Schicksalsschläge ist nicht gleichzusetzen mit irgendwie Pech oder sowas. Schicksalsschläge, die ja meistens jetzt mit Tod zusammenhängen von Angehörigen oder was weiß ich, schlimme Unfälle.
85:14
die wirklich schlimme Folgen mit sich bringen. Das würde ich eher bezeichnen als Schicksalsschläge. Aber Pech ist für mich halt kleine Missgeschicke oder wirklich, wenn man, weiß ich nicht, wenn man wirklich denkt, man könnte im Lotto da, man könnte eher im Lotto gewinnen als, weiß ich nicht, morgen eine Grippe kriegen oder was von der Wahrscheinlichkeit.
85:48
Ich weiß es nicht. Also es ist schwierig, finde ich, mit dem Ausdruck.
85:55
Ja, um die Definition machen wir uns heute auch gar nicht so viele Gedanken, sondern eher um die Frage, wie wir mit solchen Situationen umgehen, mit solchen Pechsträhnen beispielsweise. Wenn du dein Leben mal so betrachtest, würdest du sagen, du hast mehr Pech gehabt oder mehr schlechte Entscheidungen getroffen?
86:14
Schlechte Entscheidungen. Schlechte Entscheidungen, zum falschen Zeitpunkt irgendwas gemacht, am falschen Ort gewesen.
86:27
auf die falschen Menschen angesprochen oder Begegnungen, wenn ich die wenigen Momente, die denn so gewesen sind, dazu zähle oder in Betracht ziehe, die denn so gewesen sind. Denn im Großen und Ganzen würde ich mal sagen, kenne ich das nicht, Pech. Also daran erinnern, irgendwann gesagt zu haben, da habe ich aber Pech gehabt jetzt im Üblichen.
86:58
Da kann ich mich nicht daran erinnern. Ich dachte zwar häufig, das war aber Glück oder ein glücklicher Zufall oder ein guter Spürsinn, gute Zusammenkunft, Koinzidenz von von besonderen Ereignissen, die zusammenfallen. Und dann kommt dann das und das heraus mit meinem Input dazu, wie ich darauf hingearbeitet habe oder mit meinem Näschen. Also ich bin fest davon überzeugt, ich habe das mindestens zu 80 Prozent, in der Hand, wie einer meiner Vorredner gesagt hat, dass ich das beeinflussen kann.
87:39
Okay. Das heißt, du glaubst nicht so an Schicksal?
87:42
Ähm, nee. Eigentlich nicht, nee.
87:48
Ich weiß nicht, ob du die Geschichte, du hast es ja wahrscheinlich mitbekommen, ich habe ja bei Lefty die Geschichte mit, er entscheidet mittags einfach in den Park zu gehen, setzt sich auf die Parkbank und lernt dort rein zufällig die Frau seines Lebens vielleicht kennen. Ich wollte von ihm wissen, ob das eher Schicksal ist. Er saß als Schicksal. Wie würdest du diese Situation beschreiben?
88:07
Ja, Proinzidenz, glücklicher Zufall. Im Englischen gibt es dieses schöne Wort Serendipide. Das kann man nicht so richtig übersetzen.
88:17
Ich mag den Begriff, glücklicher Zufall. Finde ich irgendwie schön. Sollte jetzt aber keine Kommunikation entstanden sein auf dieser Parkbank, ist das dann einfach Pech oder was ist es dann?
88:36
Ja, einfach eine weiß ich nicht. Aber bei mir kannst du dir sicher sein, da wird ein Gespräch stattfinden.
88:41
Egal wie.
88:47
Ich finde, dass wir in solchen Situationen dann oftmals enttäuscht sind und traurig sind. Vielleicht denken wir uns irgendwie auf der Parkbank so, ach, die ist ja wirklich eigentlich sehr attraktiv oder sympathisch oder sieht irgendwie interessant aus. Und dann merken wir aber, dass bei einem Hallo oder so kein Interesse besteht, um ein Gespräch irgendwie zu führen. Und dann macht uns das verrückt. Aber ich verstehe nicht, warum wir so sehr daran festhalten, anstatt einfach zu sagen, ja gut, dann passt das einfach nicht. Egal, es geht weiter und irgendwann werde ich Menschen begegnen.
89:18
Die nächste Parkbank. Genau, die nächste Parkbank und so weiter. Und dann ist da vielleicht eine Person, die irgendwie gesprächig ist, die Lust hat und so weiter und so fort. Oftmals wird das immer so erzwungen. Man will unbedingt sich, man will seinem Glück so auf die, ja, was war das hier vor dem Bar? Du hast ja gesagt, herausfordern. Das Glück herausfordern.
89:38
Ja, und das hat natürlich auch was mit der Erwartungshaltung zu tun, mit dieser riesigen Erwartungshaltung, die so schnell wie möglich irgendwie erfüllt werden will. Das ist das. Wenn man da völlig entspannt auch mit umgeht, mit dieser Erwartungshaltung und das gar nicht immer so in den Vordergrund schiebt, Und mit der richtigen Einstellung da rangeht, mit einer einfach offenen Einstellung und einer Aufmerksamkeit, eine bestimmte. Ich glaube, das fügt sich alles von ganz selber, von ganz alleine.
90:12
Auch immer wieder diesen Satz, wie man es hineinschreibt, so kommt es auch hinaus aus dem Wald. In allen möglichen Situationen so. Auch in der Gesellschaft.
90:28
Ich finde das Beispiel ganz gut. Es bringt mich gerade auf den Gedanken. Ich überlege gerade, ob das jetzt zu dem Thema passt oder ob das einfach nur ein Gedanke ist, der so allgemein vielleicht irgendwie interessant ist. Und zwar, wenn man sich zum Beispiel den Chatverlauf anschaut, den man auf WhatsApp mit einer Freundin führt oder mit egal wem eigentlich, Und sich einfach mal anschaut, wie hoch ist eigentlich mein Wortanteil? Also schreibe ich zum Beispiel gefühlt 80 Wörter und mein Gegenüber schreibt 10 Wörter oder 20 Wörter.
91:00
Dann könnte es sein, dass man selbst eigentlich die Person ist, die diesen Kontakt eigentlich aufrecht erhält und man so ein Stück weit auch irgendwo sein Glück da zwingt.
91:11
Mhm.
91:13
Dieses Ungleichmäßige, was eigentlich gar nicht so gut sein muss, finde ich.
91:21
Ja, man stellt sich natürlich auch darauf ein, wenn man denjenigen besser einschätzen kann, dann weiß man halt, ist der...
91:29
ist er affin für literarische Dinge und hängt er daran, Wörter zu formulieren und Texte zu schreiben. Ich tue das zum Beispiel in verstärktem Maße, aber ich kenne halt auch Leute, die machen das nicht so gerne. Und das ist aber trotzdem, man weiß es voneinander.
91:51
Und ich erwarte dann halt nichts. Und der andere freut sich trotzdem, die Texte zu lesen. Aber ich erwarte nicht, dass der mir zurückschreibt. So ist das bei mir.
92:00
Oh, ich habe eine gute Frage. Eine gute Frage, die mir gerade einfällt. Was würdest du sagen, was ist ein Garant im Leben, um das Pech anzuziehen?
92:15
Was würdest du mir sagen, wenn ich sage, Barbara, gib mir als Pech-Expertin, zu der ich dich jetzt ernenne, nicht weil du eine bist, sondern weil du einfach dich auf dieses Spiel jetzt einlässt und ich sage, ich möchte von dir einen Tipp haben, um garantiert Pech anzuziehen. Was würdest du mir für einen Tipp geben?
92:35
Ja, wenn du von vornherein sagst, du bist ein Pechrabe oder ich habe jetzt gerade eine Pechsträhne. Ich glaube, so eine Prophezeiung, also die sich selbst erfüllt, schon vorauszunehmen, das glaube ich ist das.
92:55
Gib mir den Tipp. Welchen Tipp? Das war jetzt so ein bisschen, weiß ich nicht. Ich kann damit gerade nichts anfangen. Welchen Tipp gibst du mir?
93:02
Ähm,
93:05
Ich bin nicht gut mit solchen Beispielen.
93:12
Warum? Weiß ich nicht. Ich kann jetzt nur vielleicht sagen, weiß ich nicht, Rennen bei schlechtem Licht zusammen.
93:23
Zehnmal um den Wohnzimmertisch, wo die Stühle diese besonderen Stuhlfüße haben, mit nackten Füßen.
93:37
Setz dich einer gefährlichen Situation aus. So klingt dein Vorschlag gerade.
93:43
Wie bitte?
93:44
Dein Vorschlag klingt, als würdest du mir den Ratschlag geben, mich einer gefährlichen Situation auszusetzen.
93:49
Ja, richtig.
93:51
Mein Ratschlag wäre, ohne dass ich jetzt, da müsste ich jetzt länger drüber nachdenken, aber mein Ratschlag wäre, um garantiert Pech zu haben, hör nicht auf dich.
94:02
Okay.
94:03
Jetzt überlegst du gerade. Ja. Wäre das ein guter Ratschlag, um Pech anzuziehen?
94:11
Ach so, hör nicht auf dich. Ja, hör nicht auf dich. Ja, genau. Hör nicht auf deine innere Stimme.
94:19
Auf deine Vernunft, auf dein Bauchgefühl, auf deine Gefühle. Hör nicht auf dich. Lass dich von anderen Menschen fernsteuern. Lass dich von denen bestimmen, wie du dein Leben zuführt hast. Dann würde ich sagen, ist ein guter Garant für Pech. Aber du kannst auch widersprechen. wie du möchtest.
94:38
Nee, finde ich schon ganz gut. Ja, vertrau auf dich und deine, auf deine, was du von dir kennst und auf deine Fähigkeiten und auf deine Intuition und auf deine Erfahrungen, die du bisher gemacht hast und in welche Richtung die gegangen sind.
94:53
Ich muss zwar zu Hause gleich nochmal nachdenken, ob ich da gerade Quatsch erzählt habe oder ob ich das immer noch gut finde. Aber im Moment ergibt es Sinn in meinem Kopf. Na gut. Barbara, ich sehe gerade die Zeit. Mit dir vergeht es immer so schnell. Ich wünsche dir einen schönen Abend. Ich muss weiter leider. Und wir hören uns. Bis bald. Macht's gut. Tschüss. Viel Glück. Danke. Glück brauche ich. Aber vielleicht auch ein bisschen Pech. Denn ich möchte heute vor allem eure Pechgeschichten hören. Vom Pech verfolgt. So lautet das Thema. Und ihr könnt anrufen.
95:23
So, wen haben wir dran mit der Enziffer 1.0? Hallo, wer da? Hallo? Ja, wer da?
95:30
Hi, hier ist Gül aus Köln.
95:32
Hallo, Gül aus Köln. Ich glaube, wir haben schon mal telefoniert. Kann das sein?
95:37
Ja, aber das ist schon sehr lange her.
95:39
Wie lange ungefähr?
95:41
Ungefähr, ich lasse zwei Jahre, drei Jahre.
95:44
Ah, okay, ja gut. Vielleicht erinnere ich mich dran, vielleicht auch nicht. Vielleicht ist es Zufall. Aber ich freue mich, dass du auf jeden Fall da bist. Ja. Heute geht es um Pech und du greifst mal wieder zum Telefon. Warum? Was löst dieses Thema in dir aus?
96:01
Also Daniel, ich habe vor ungefähr vier Jahren einen Burnout gehabt und war dann halt auch ziemlich depressiv und habe dann auch so einen Rehabesuch und bin auch noch seitdem in Therapie. Und mittlerweile denke ich über Pech.
96:21
Also ich denke mir, das hast du eben so schön gesagt, Pech sollte in unserem Leben wirklich stattfinden. Das habe ich gesagt.
96:31
Ja, also nicht so in der Art, dass wir auch vom Pech verfolgt sein sollten.
96:38
Es gehört zum Leben dazu, das habe ich gesagt. Aber ich habe jetzt nicht gesagt, dass ihr das feiern soll, das Pech, sondern dass es irgendwie dazu gehört.
96:48
Ja, da habe ich das falsch gedacht. Aber ich finde, wie gesagt, Pech sollte zwischendurch in unserem Leben sein.
96:55
stattfinden, damit wir, also ich habe das für mich, ich rede jetzt nicht von wir, damit ich für mich selber mich immer wieder mal selbst reflektieren darf und Pech bringt mich auch ein bisschen immer wieder näher zu Gott und ja und wie gesagt, um mich halt einfach selbst zu reflektieren.
97:21
Wenn du sagst, du sagst ja gerade Pech, das gehört irgendwie dazu, findest du, man sollte auch immer mal ganz kurz innehalten und überlegen, war das wirklich Pech oder wie hoch ist hier mein persönlicher Anteil gewesen an diesem Pech?
97:36
Richtig. Und ich habe halt, wie gesagt, vor vier Jahren, als ich diesen Burnout hatte und...
97:42
Also eine innere Stimme in mir drin, die war so laut und hat gesagt, wach auf, wach auf, wach auf. Und ich konnte einfach das nicht zuordnen. Aber diese Stimme war so laut, ich konnte die einfach nicht mehr ruhig halten und ich konnte das auch einfach nicht mehr...
98:01
Ja, weghören und dadurch, dass ich halt, wie gesagt, in Therapie kam und habe dann selber auch was gemacht mit hier so Online-Coaching und so mit so gewissen Leuten, die halt sich da in so gewissen Themen auskennen. Und ich bin dann halt, wie gesagt, vom Unbewussten ins Bewusste gekommen und das war auch erst mal ganz, ganz schwierig für mich. Und letztendlich habe ich einfach festgestellt, dass ich jahrelang total in der Opferrolle war.
98:31
Und einfach auch festgestellt habe, dass jetzt im Privaten oder im Beruflichen der Chef, der Ex-Mann, Ex-Freund, was auch immer, alles, ja, Entschuldigung, wenn ich das sage, einfach alles nur Arschlöcher waren und ich hatte einfach nur Pech. Aber dann habe ich letztendlich festgestellt, dass ich auch an mir arbeiten darf. Dass ich auch dazu beigetragen habe, warum ich überhaupt sowas erlebt habe.
99:02
Wichtig ist hier, hier geht es nicht um die Schuldfrage, sondern es geht darum, zu reflektieren, wie hoch war mein Einfluss, was kann ich besser machen, wie kann ich mich selbst auch, wie kann ich wachsen quasi für die Zukunft. Weil ich muss sagen, das, was du da erlebt hast, Gül, das ist nicht ganz ohne, das ist hart und Ich finde das wirklich bewundernswert.
99:27
Das war ein langer Weg, glaube ich. Ja, und ich habe diesen Burnout und die Depression, Daniel, ich habe das wirklich als einen Fluch gesehen, als eine Krankheit gesehen. Aber ich weiß jetzt, dass das ein Segen ist. Und ich bin froh und ich sage, Gott sei Dank durfte ich das erleben. Gott sei Dank.
99:46
weil du auf diesem Weg dich dann mit dir selbst auseinandergesetzt hast. Richtig.
99:51
Sehr schön. Und ich darf weiterhin wachsen und ich darf mich in gewissen Sachen wirklich üben. Und es ist anstrengend. Und es ist sehr, sehr anstrengend, wirklich mit sich selber zu befassen. Aber ich finde, wenn ich das so vergleiche, die Jahre lang, wo ich in dieser Opferhaltung war, Und wo ich wirklich so unbewusst durchs Leben gegangen bin und mir immer wieder Gedanken darüber gemacht habe. Ah, was denkt der über mich? Was hat der jetzt gesagt? Und ach, ich muss doch mich am besten so verhalten, damit ich gemocht werde und so.
100:23
Und das ist noch viel anstrengender. Also ich kann wirklich jedem nur empfehlen, beschäftigt euch mit euch selbst und gebt eure Energie, eure Aufmerksamkeit wirklich gut.
100:37
besser in diesem Weg zur Selbstreflexion und das als Segen zu sehen, als wirklich da zu sitzen und sich wirklich Gedanken darüber zu machen, was denkt der jetzt von mir, wie muss ich mich jetzt verhalten, weil das noch viel anstrengender ist und das bringt gar nichts. Das führt immer nur mehr zu Krankheiten und am Ende des Tages sitzt du da mit Grübeln und du kannst nicht schlafen und es ist einfach viel schöner, Daniel.
101:05
Ich habe ja heute so drei interessante Aussagen gehört, die ich dann auch immer wieder nochmal zurückspiegle an euch. Ich würde gerne mal die von Heinz nehmen, weil ich glaube, die anderen müssen wir glaube ich gerade gar nicht nehmen, sondern Heinz hat ja gesagt, man kann auch dem Pech hinterherlaufen und ich habe dann hinzugefügt, ohne sich dessen bewusst zu sein, würdest du sagen, ja, das trifft zu.
101:29
Ja, das trifft 100% zu. Und ich bin auch hinter dem Pech hergejagt, ohne mir bewusst zu sein. Und dann kam ich von diesem Bewussten. Das fing dann halt einfach an mit dieser inneren Stimme.
101:41
Das ist wie so ein Aufwachen, beschreiben das manche Leute.
101:44
Richtig. Die sagen so wirklich, diese Stimme war so laut, Daniel. Die war so laut. Die sagt, wach auf, wach auf, wach auf. Und ich denke mir, boah, was ist das?
101:57
Ja, und dann kam das halt dazu und dann habe ich halt zu Gott gebetet und habe gesagt, lieber Gott, bitte helf mich, ich kann diese Stimme nicht mehr übertönen, so im Prinzip, was ist das, zeig mir das und dann, ja, kam ich dann so halt dazu.
102:10
Auf meine Reise von Unbewussten ins Bewusste.
102:13
Ah, wie schön. Ich freue mich gerade so für dich, Gül. Das ist auch gerade für mich ein sehr wahnsinnig wichtiges Thema, weil ich irgendwie so das Gefühl habe, dass das eines der wichtigsten Dinge ist, die man möglichst früh im Leben irgendwie erfahren sollte. Und ich finde es überraschend, jetzt wo ich dieses Thema auch mit vielen Menschen bespreche, Ich weiß nicht, wie alt du jetzt gerade bist. Ich traue mich auch gar nicht zu fragen. 37. Ja. Und ich finde das toll.
102:40
Vor zwei Wochen habe ich mit einem netten Anrufer gesprochen. 65. Ja. Und er hat genau mit 65 jetzt. Genau das, was du jetzt mit 37 erlebst. Oder vielleicht sogar schon früher. Die Geschichte ist ja gerade nicht aktuell, oder? Wann würdest du sagen...
102:54
Vier Jahre. Also ungefähr so mit 32, 33 hat das bei mir angefangen.
102:58
Und da habe ich mir in dem Moment gedacht, wow.
103:02
man könnte jetzt irgendwie so traurig sein, er ist mit 33, bin ich quasi aufgewacht, er ist es mit 65, aber er war deswegen gar nicht traurig, sondern im Gegenteil, der hat gesagt, Mensch, ist das nicht ein Geschenk, dass ich jetzt noch das, was vor mir noch liegt, dass ich das jetzt ganz bewusst leben kann?
103:21
Richtig schön. Das ist voll schön.
103:24
Und ich muss auch sagen, also ich sag mal so, ich hab auch eins festgestellt, wenn man wirklich sag ich mal, in dieses Bewusstsein kommt und man lenkt dann in eine ganz andere Richtung, dass man trifft auch auf Menschen, die dann so ja auch so, die auf derselben Wellenlänge sind und man sagt ja auch so im Prinzip im Spirituell, also wenn du halt deine Frequenz erhöhst oder in eine andere Richtung gehst, dann wirst du auch ganz andere Menschen kennenlernen und irgendwie interessanterweise treffe ich auch auf solche Menschen, da kommen halt so Ganz interessante Gespräche.
104:02
Und für mich war dann immer so, warum ist das bei mir immer so spät gekommen? Weil für mich war das so spät, so mit 32, 33. Und ich lerne Menschen kennen, die wie der Heinz jetzt mit 65 so damit anfangen durften, sage ich mal, in dieses Bewusstsein kommen durften. Und die sagen dann auch immer, du spinnst. Ich habe das erst mit 65 oder mit 60 erlebt. Du bist so viele Jahre im kleinen Vorteil. Ich wünschte, ich durfte diesen Segen früher haben. Und da habe ich auch gemerkt, dass ich auch so gemerkt habe, warum habe ich so ein Pech?
104:41
Warum hat das nicht früher geklappt? Also ich glaube, man ist so automatisch irgendwie in so einer...
104:48
Ja, was heißt also Pechträne nicht, aber so eine Opferhaltung?
104:53
Nein, ich würde nicht mal Opfer sagen, in so einer Automation fast schon.
104:58
Okay, ja. Also so würde ich es bezeichnen, wie so eine Automation, aus der man...
105:03
schwer ausbricht, weil es ja automatisch immer so lief. Man ist gewohnt. Wir sind ja Gewohnheitsmenschen. Wir gewöhnen uns schnell an gewisse Dinge. Und halte das so für wahrscheinlich. Kühl. Ich fand es schön. Vielen Dank auf jeden Fall für das Gespräch. Und ich wünsche dir alles Gute für deine Zukunft. Danke, Daniel. Dass du mit Pech, glaube ich, gut umgehst, das hast du mir auf jeden Fall an uns gerade vermittelt. Und ich wünsche dir ganz viel Glück. Alles Gute dir. Bis dann.
105:34
Danke dir auch.
105:34
Ciao. So, anrufen dürft ihr auch vom Handy vom Festnetz. Ab geht's in die nächste Leitung. Zu Frank nach Offenbach.
105:43
Ja, hallo, Daniel. Ich dachte schon, ich komme überhaupt nicht mehr dran, was ich hier mir alles anhören musste und so. Aber es ist sehr interessant.
105:50
Ich wollte gerade sagen, sehr gut. Danke dir erstmal fürs Waren. Du hast wirklich lange gewartet. Ich muss dazu sagen, wenn ich sehe, da ist eine neue Nummer, dann ziehe ich die immer vor. Das hat nichts gegen euch zu tun, sondern für ein bisschen mehr Vielfalt. Also ich bin gespannt. Frank, erzähl, was hast du zum Thema Angst? Nicht Angst, Pech.
106:12
Du hast ja gesagt, was muss ich tun? Was war deine Frage? Was muss ich tun, um Pech zu haben? Das war ja deine Frage.
106:19
Das war jetzt eine Beispielfrage für Barbara jetzt speziell. Aber du darfst sie natürlich gerne auch beantworten.
106:28
Ich kenne die Barbara, ich habe das Gefühl, ich kenne die Barbara schon seit Jahren, weil ich habe mal eine Freundin gehabt, die spricht auch genauso, die hört sich auch genauso an und alles. Also ich denke immer, die hat ein Synonym. Jeder braucht eine Barbara, sage ich dir. Ist auch egal.
106:46
Ist auch egal. Da habe ich mir gesagt, sag es doch einfach, du weißt es doch. Also du musst einfach nur negativ denken. Und wenn du negativ denkst, hast du Pech. Das Pech ziehst du an durch deine Gedanken. Das ist ja das, was ich schon die ganzen Jahre über praktiziere, mehr oder weniger. Also ich habe ja mit 23 durch meinen schweren Krankheitsverlauf bin ich ja überhaupt erst mit dem positiven Denken in Berührung gekommen.
107:14
wo ich dachte, ich denke eigentlich positiv. Aber nein, ich habe nicht positiv gedacht, bin in mich gekehrt, habe mich zurückgezogen und habe dann andere Art, also Sichtweisen von mir selber kennengelernt. Noch mal, um auf den Sandro zu sprechen zu kommen, der ja blind ist. Ich habe ja auch gesagt, dass ich schon im Callcenter gearbeitet habe, in verschiedenen Callcenter-Bereichen. Der kann im Callcenter arbeiten. Es ist egal, ob der einen Hauptschulabschluss hat oder nicht.
107:46
Der kann reden. Bei dem habe ich jetzt nicht das Gefühl, dass er ... Der kriegt ohne weiteres einen Hauptschulabschluss. Er muss sich halt nur ein bisschen mehr damit auseinandersetzen, so wie du gesagt hast. Es macht keinen Sinn, immer nach den Sternen zu greifen. Jetzt beispielsweise wie du Moderator zu werden, weil das ist ja schön und hast du nicht gesehen. Man sollte sich da langsam hintasten, man sollte die Ziele nicht zu weit stecken.
108:13
Na doch, ich bin der Meinung, dream big, auf jeden Fall. Also ganz groß drauf. Und trotzdem sage ich, hör doch mal in dich rein, was willst du wirklich? Nicht, was siehst du bei anderen, was du irgendwie ganz schön findest und auch gerne hättest, sondern was willst du? Und diese Frage, muss ich sagen, beantworten sich viele selbst gar nicht oder sie haben einfach nur ein großes Fragezeichen und können sie nicht beantworten, weil sie gar nicht wissen, was sie wollen.
108:38
Ja, weil sie sich nie reflektieren.
108:42
Aber wie sollen sie sich reflektieren, wenn sie es nie gelernt haben?
108:45
Ja, sorry, man macht immer dieselben Fehler, weil man eben den Fehler macht, sich nicht zu reflektieren. Warum ist mir das jetzt passiert? Dieses Beispiel mit der Bank, zwei Leute sitzen auf der Bank, also erst sitzt da eine Frau, dann kommt es ja immer darauf an, macht man die Frau jetzt gleich an oder was, weil man sie von Anfang an sympathisch findet.
109:09
Anmachen muss man sie nicht, man kann sie erst mal ansprechen, das
109:12
Nein, darf ich mich hier zu Ihnen setzen? Nur einen Moment. Also das war einfach so detent dran, also überhaupt nichts. So wie die Barbara ja auch sagte, so von wegen nicht gleich so mehr oder weniger mit der Tür ins Haus fallen.
109:31
langsam auf sich zukommen lassen. Entweder es entsteht was oder es entsteht nichts. Wenn was entsteht, dann sagt man, das war Schicksal. Wenn nichts entsteht, dann sagt man im Nachhinein, Mann, warst du blöd, warum hast du es nicht angesprochen? Weil man viel zu blockiert ist in den meisten Fällen, weil man mit... Wir Menschen, also ich nehme mich da nicht aus, also andersrum. Mit 18 habe ich auch 10.000 Gedanken so im Kopf gehabt. Und dann habe ich mir irgendwann mal gesagt, ich will das nicht mehr.
110:02
Und dann habe ich mir, das habe ich dir aber auch schon mal erzählt, dann habe ich mir das Denken abgewöhnt. Und ich habe mich aufgeregt darüber, dass ich so viele Gedanken hatte, dass ich mich nicht auf das fokussieren konnte, was ich wollte. Und das ist mir gelungen. Ich kann bewusst mich auf Themen einlassen, aber ich kann es auch komplett ausblenden. Aber das hängt aber auch damit zu, ich habe dann auch festgestellt, also wenn ich jetzt Musik höre zum Beispiel, habe ich das Problem, dass wenn ich Musik höre, dass ich dann hin und wieder mal so einen Ohrwurm höre, ja, und den kriege ich dann nicht aus dem Kopf raus.
110:41
Das dauert dann ewig, bis ich den wieder rauskriege, ja, ewig im Sinne von eine Woche, sage ich jetzt mal, weil ich versuche dann, ich habe dann bestimmte Mechanismen, mit denen ich es schaffe, diesen Ohrwurm wieder rauszukriegen, ja, dass ich klar im Kopf bin. Ich habe im Moment, also ich habe hier Situationen, ich bin im Moment in einer Phase, also Ich setze mich ja mit dem positiven Denken schon seit Jahren auseinander und ich vertiefe das immer mehr, ja auch bezogen auf meine Arbeit.
111:12
So wie der Vorredner sagte, der, ich schätze den mal auf Anfang, Mitte 50, der sagte, er hätte schon ein Kind. Weiß nicht, ob es ein Sohn ist, ist ja auch egal. Er hat ein Kind, leidet jetzt oder hat jetzt Krebs. Der dann sagte, so von wegen, wo du sagst, dann spring doch einfach rüber. Oder er hat gesagt, entweder laube ich durch ihn, so von wegen, entweder rechts vorbei, links vorbei. Wenn du dich da in die Tür reinstellst und sagst, du kommst hier nicht raus, dann hat er die Möglichkeit, sich entweder das Essen zu bestellen oder eben zu verhungern.
111:42
Das war symbolisch gesprochen, für das, was ihm im Weg steht, für den inneren Schweinehund.
111:48
Ich weiß, den inneren Schweine runter. Dann hat er gesagt, ich laufe einfach mittendurch. Also ich fand den Typ ganz gut. Das hat mir sehr gut gefallen. Da habe ich mir auch gedacht, vielleicht sollte ich mal versuchen, mich mit diesen Leuten zu unterhalten, um denen einfach Hilfestellung zu geben, wie die aus ihrer Situation rauskommen. Weil es gibt...
112:10
Situationen oder wie gesagt, oder beispielsweise Senioren, wobei er ist ja kein Senior. Ich schätze mal, dass er so wie gesagt Anfang, Mitte 50 ist, aufgrund des Alters der Tochter oder des Kindes, was er hat.
112:24
Frank, ich möchte gerade mal zur nächsten darauffolgenden Frage, bevor wir uns da jetzt zu lange verzetteln. Und zwar...
112:31
Du sagst ja, du willst mehr Pech, da wolltest du ja auf die Frage von Barbara eingehen, die ich ihr gestellt habe, du willst mehr Pech, dann denk negativ, denn du praktizierst positives Denken und das schon seit mehreren Jahren. Was ist denn der nächste Schritt? Weil dieses Denk positiv haben wir alle schon mal gehört, manche haben es in ihrer Küche als Wandtattoo oder sie haben es sich irgendwo auf den Unterarm tätowiert, aber was ist der nächste Schritt? Also nachdem man das vielleicht praktiziert, dieses positive Denken, was wäre denn der nächste Step, um Um dem Pech zu entkommen.
113:03
um da hinzukommen. Also wie gesagt, um wieder sich reflektieren. Warum ist mir das passiert? Der Redner, der sagte so von wegen, ich glaube weder an Pech noch an Glück. Da habe ich mir gedacht, so von wegen, das ist eine gute Aussage. Und dann habe ich mir gesagt, der Typ, also wenn der weder an Pech noch an Glück glaubt, muss richtig intelligent sein, weil sonst kriegt der ja nie einen Job. Weil du brauchst schon Glück, in der heutigen Zeit brauchst du Glück, selbst wenn du intelligent bist, um einen Job zu bekommen.
113:34
Denn wenn er die falschen Antworten gibt, immer wieder aufs Neue oder was, dann kann er noch so intelligent sein, dann wird er nicht in die engere Auswahl kommen. Das heißt, man muss schon irgendwo ein Glauben haben. Es heißt ja auch, der Glaube versetzt Berge. Das habe ich früher, wie gesagt, mit 23 habe ich das dann zu hören bekommen. Von wegen, sie müssen lernen zu glauben oder auch zu vertrauen.
113:57
Ich habe auch zum Beispiel, also ich habe dir auch mal erzählt, ich bestelle mir Parkplätze. Ich muss mir jetzt sogar Parkplätze bestellen, weil ich arbeite als Sicherer im Sicherheitsdienst, im Ballungszentrum von Frankfurt. Soll heißen, ich bin da jetzt kürzlich angesprochen worden, weil ich mich einfach mit der Bahnblinklichtanlage einfach an den Straßenrand gestellt habe, weil genügend Platz war, sodass die Leute vorbeikamen. Dann haben sich die Leute beschwert, also von wem, dass das ja gar nicht herauskommt. Da habe ich mir gesagt, ja, scheiße, stimmt, haben Sie recht.
114:28
Da hätte ich auch mal selber drauf kommen können. So, lange Rede, kurzer Sinn, da habe ich mir gesagt, ja, okay, dann bestellst du dir halt wieder Parkplätze. Und da habe ich mir gedacht, so von wegen, ich habe immer so ein bisschen Angst gehabt, wenn ich so mitten in der Nacht... Wenn ja alle schon ihren Parkplatz gefunden haben, da einen Parkplatz zu finden. Und dann habe ich irgendwo gelesen, so von wegen, du musst lernen zu vertrauen. Vertraue einfach, also fokussiere dich auf das Ziel und denk nicht mehr darüber nach. Und seitdem ich das mache, ich habe es aber schon vorher getan, aber ich habe es dann irgendwie aus den Augen verloren, weil ich dann den leichtesten Weg genommen habe.
115:07
Und seitdem, ich kriege immer einen Parkplatz, und zwar dort, wo ich ihn haben will. Nicht gerade jetzt direkt vor der Tür, aber im Einzugsgebiet von 500 Metern. Ich kann ja laufen, ich muss ja auch laufen können, sonst könnte ich den Job da nicht machen.
115:26
Also ich habe ja auch viele Baustellen gehabt. Und selbst um diese Baustellen, weil ich ja nicht jeden Tag zum Arzt laufen will, muss ich an meinen Gedanken arbeiten. Weil, ich werde jetzt mal ein bisschen persönlich, du hast mal gesagt, oder ich habe es zwei, dreimal von dir gehört, so von wegen, mein Gedächtnis ist wie ein Sieb. Was denkst du denn in dem Moment, wenn du so eine Aussage triffst?
115:53
Das habe ich gesagt? Das ist wie ein Sieg?
115:54
Ja, da gehen wir die letzten drei, vier Sendungen durch. Da hast du es auch noch mal gesagt. Habe ich das im negativen Zusammenhang gesagt? Nein, nein.
116:04
Das Einzige, was mir gerade einfällt, dass ich das vielleicht sage, dass ich halt manche Sachen vergesse, Weil es aufgrund des hohen Aufkommens an Gesprächen, natürlich kann man sich nicht jedes einzelne Gespräch merken.
116:17
Ich kann mich daran erinnern, wenn hier Leute anrufen oder was, nicht an die Namen, aber ich weiß dann, wenn der ganz irgendwas sagt, manche sagen ja dann, das ging darum und darum, das ist
116:28
Ja, dann macht es Klick. Also wenn es dann irgendwas Prägnantes ist. Aber natürlich gibt es irgendwie 50 Mal Love Story und die sind dann auch sehr ähnlich. Wenn natürlich irgendwas Krasses passiert ist, was weiß ich, die hat ihm den Kopf abgehackt, dann weiß ich das noch. Dann ist das irgendwas, was in den anderen 500 Geschichten nicht vorgekommen ist. Aber ich weiß, was du meinst. Ja, nee, das war gar nicht negativ irgendwie gemeint.
116:50
Nein, nein, aber das ist negativ. Wenn du so eine Aussage triffst, von wegen meinem Gedächtnis und immer wieder... Ja, gebe ich dir recht, das ist ein negativer Glaubenssatz. Das ist ein negativer Glaubenssatz. Dann wird dein Unterbewusstsein, und dann kommen wir wieder jetzt zum positiven Denken, Jeder Mensch hat ein Bewusstsein und ein Unterbewusstsein. Und das Bewusstsein, das nimmt alles wahr und filtert es und reflektiert sich und filtert das nach positiv oder negativ aus.
117:22
Und das Unterbewusstsein, das speichert im Grunde genommen deine Erfahrungen. Und wenn du dann sagst so von wegen,
117:27
Mein Gedächtnis ist manchmal wie ein Sieb. Wie gesagt, das habe ich zwei, dreimal gehört. Wenn ihr das immer wiederholt, dann muss er sich nicht wundern.
117:38
Wie so ein inneres Mantra. Ja, ich gebe dir recht. Aber schön, dass du mich darauf aufmerksam machst. Ich habe das nämlich tatsächlich gar nicht gemerkt.
117:45
dass ich da wie so ein Mantra mir selber immer diesen Satz sage.
117:48
Ist gut. Ich arbeite mit verschiedenen Gesundheitsmantren und die haben schon mir dazu verholfen, dass ich gesund wurde, wo andere Leute sagten, ja, da müssen sie jetzt lernen mitzulegen. Ja, Laktose. Ja, ja, wirklich. Deswegen habe ich den Arzt gewechselt. Da habe ich gesagt, so was brauche ich nicht. Und dann kam über die Intuition, ich arbeite auch sehr viel mit Intuition, intuitiven Einfällen, ja. Intuition heißt, du musst für das, was du an Aussage triffst, musst du für dich eine Erklärung dahingehend finden, mit der du konform gehst.
118:25
Und wenn dem so ist und wenn andere Leute sagen, das würde ich eigentlich auch so sagen, dann weißt du, aha, das ist richtig.
118:36
Und deswegen, das ist so wichtig, auf die Sprache, auf das, was man sagt, zu acht. Man muss sich immer wieder aufs Neue reflektieren. Das ist mit Arbeit verbunden, aber so wie die Gül, die hat ja auch das Teil beiseinkt.
118:54
Jetzt müssen wir leider. Ich habe gesagt, das schaffen wir nicht mehr. Danke dir erstmal. Bleib gerne noch dran, dann können wir noch gerne eine halbe Stunde reden, wenn du magst. Euch da draußen vielen Dank fürs Zuhören, fürs Mailschreiben, fürs Posten. Das war's für heute. Wir hören uns wieder ab 12 Uhr, dann mit der letzten Folge für die Woche. Und ich freue mich, wenn ihr wieder einschaltet. Bis dahin, bleibt gesund und munter. Alles Gute euch. Tschüss.